Anhang

Die AIXTRON SE ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts in der Rechtsform einer Europäischen Gesellschaft (Societas Europaea). Sitz der Gesellschaft ist Kaiserstraße 98, 52134 Herzogenrath, Deutschland. Die AIXTRON SE ist unter der Nummer HRB 16590 im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss der AIXTRON SE (im Folgenden „AIXTRON" oder „Gesellschaft") wurde erstellt in vollständiger Übereinstimmung mit

  • den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den vom International
    Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten Interpretationen; des Weiteren mit
  • den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie zur Anwendung in der
    Europäischen Union übernommen wurden; sowie
  • mit den Anforderungen des § 315a HGB (HANDELSGESETZBUCH).

AIXTRON ist ein führender Anbieter von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie. Die Produkte der Gesellschaft werden weltweit von einem breiten Kundenkreis zur Herstellung von leistungsstarken Bauelementen für elektronische und opto-elektronische Anwendungen auf Basis von Verbindungs-, SILIZIUM- und organischen Halbleitermaterialien genutzt. Diese BAUELEMENTE werden in der Displaytechnik, der Signal- und Lichttechnik, in Glasfaser-Kommunikationsnetzen, drahtlosen und mobilen Telefonie-Anwendungen, der optischen und elektronischen Datenspeicherung, der Computer-Technik sowie einer Reihe anderer Hochtechnologie-Anwendungen eingesetzt.

Dieser Konzernabschluss wurde durch den Vorstand aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Feststellung und Veröffentlichung in der Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2013 übergeben.

(a)

Konsolidierungskreis

Neben dem Mutterunternehmen AIXTRON SE werden im Konzernabschluss acht Gesellschaften, an denen die AIXTRON SE direkt oder indirekt zu 100% beteiligt ist oder die Kontrolle ausübt, vollkonsolidiert. Der Bilanzstichtag ist für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften der 31. Dezember. Eine Liste aller einbezogenen Unternehmen zeigt Anmerkung 31.
 

(b)

Bilanzierungsgrundlagen

Der Konzernabschluss wird vollständig in Euro (EUR) aufgestellt. Die Beträge werden auf volle Tausend ab- bzw. aufgerundet (TEUR). Um die Darstellung übersichtlicher zu gestalten, wurden einige Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung unter einer Überschrift zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang einzeln ausgewiesen und erläutert.

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der Neubewertung von bestimmten Finanzinstrumenten auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS muss der Vorstand Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die sich auf den Ansatz von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, auf die Angaben zu Eventualschulden und -forderungen am Bilanzstichtag und auf die ausgewiesenen Aufwendungen und Erträge für die jeweiligen Perioden auswirken. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der laufenden Periode berücksichtigt, soweit die Korrektur nur diese Periode betrifft, bzw. in der laufenden Periode und in zukünftigen Perioden, soweit die Korrektur sowohl die laufende als auch zukünftige Perioden betrifft. Einschätzungen, welche einen wesentlichen Effekt auf die Bilanz der Gesellschaft haben werden in Anmerkung 37 erläutert.

Die im Folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden angewandt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden einheitlich von den Konzernunternehmen angewandt.

(c)

Konsolidierungsgrundlagen

(i) Tochterunternehmen

Als Tochterunternehmen werden die Konzernunternehmen behandelt, auf die die AIXTRON SE einen beherrschenden Einfluss hat (siehe Anmerkung 31). Beherrschender Einfluss besteht dann, wenn die Gesellschaft direkt oder indirekt befugt ist, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu steuern, um Nutzen aus dessen Aktivitäten zu ziehen. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt des Beginns der Kontrolle in den Konzernabschluss einbezogen.

(ii) Im Rahmen der Konsolidierung eliminierte Transaktionen

Sämtliche Zwischenergebnisse sowie konzerninterne Transaktionen und Salden wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

(d)

Fremdwährung

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. In den Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen außerhalb der Eurozone sind die lokalen Währungen gleichzeitig funktionale Währungen dieser Tochterunternehmen. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dieser Tochterunternehmen werden zum Bilanzstichtagskurs in EUR umgerechnet. Umsatzerlöse und Aufwendungen werden zu Jahresdurchschnittskursen bzw. zu Durchschnittskursen für den Zeitraum zwischen der Einbeziehung in den Konzernabschluss und dem Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen.

Kursgewinne und -verluste, die durch Wechselkursschwankungen bei Fremdwährungstransaktionen entstehen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Sonstige betriebliche Erträge" oder „Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

(e)

Sachanlagen

(i) Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten, beispielsweise für Installation und Lieferung, abzüglich kumulierter Abschreibungen (siehe unten) und Wertminderungsaufwand (vgl. Bilanzierungsmethode (j)) angesetzt.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen enthalten neben Material- und Personalkosten auch direkt zurechenbare anteilige Gemeinkosten, wie beispielsweise Leistungen an Arbeitnehmer, Bezugskosten, Installationskosten und Honorare.

Wenn verschiedene Bestandteile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie einzeln als separate Gegenstände des Sachanlagevermögens abgeschrieben.

(ii) Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Im Buchwert einer Sachanlage erfasst die Gesellschaft die Kosten für den Ersatz von Komponenten oder die Erweiterung der Sachanlage im Zeitpunkt des Anfalls der Kosten, wenn es wahrscheinlich ist, dass der zukünftige wirtschaftliche Nutzen der Sachanlage der Gesellschaft zufließen wird und die Kosten der Sachanlage verlässlich geschätzt werden können. Alle anderen Kosten wie Reparatur- und Instandhaltungskosten werden bei Anfall als Aufwand erfasst.

(iii) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die im Zusammenhang mit der Anschaffung oder Herstellung von eigenen Vermögenswerten stehenden Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum Zeitpunkt der Aktivierung anschaffungs- bzw. herstellungskostenmindernd berücksichtigt

(iv) Abschreibungen

Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtlichen Nutzungsdauern der einzelnen Bestandteile einer Sachanlage. Eine Überprüfung der Nutzungsdauern, der Abschreibungsmethoden und Restwerte der Sachanlagen erfolgt zum Jahresende oder häufiger, falls Anzeichen für eine Veränderung vorliegen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen für:

Gebäude 25 Jahre
Maschinen und technische Anlagen 3 - 14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 14 Jahre

 

(f)

Immaterielle Vermögenswerte

(i) Geschäfts- und Firmenwert

Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen, die seit dem 1. Januar 2004 getätigt wurden, stellt der Geschäfts- oder Firmenwert den Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden dar. Bei vor diesem Zeitpunkt getätigten Unternehmenszusammenschlüssen wurden die auf der Basis der bis 2004 angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze (US-GAAP) ermittelten Geschäfts- und Firmenwerte mit ihren Buchwerten übernommen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Unterschiedsbetrag abzüglich des kumulierten Wertminderungsaufwands angesetzt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugewiesen und einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen (vgl. Bilanzierungsmethode (j)).

(ii) Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für Forschungstätigkeiten, deren Ziel es ist, neues technisches Wissen mit wissenschaftlichen Methoden zu erlangen, werden als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, wissenschaftliche Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen. Da die Kriterien des IAS 38 nicht vollständig erfüllt sind, hat AIXTRON von der Aktivierung dieser Aufwendungen abgesehen.

(iii) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Sonstige von der Gesellschaft erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen (siehe unten) und Wertminderungsaufwand (vgl. Bilanzierungsmethode (j)) bilanziert.

Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben zugehen, werden mit ihrem Zeitwert im Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt.

Kosten für selbst geschaffene Geschäfts- und Firmenwerte, Markennamen und Patente werden unmittelbar als Aufwand erfasst.

(iv) Nachträgliche Aufwendungen

Nachträgliche Aufwendungen für aktivierte immaterielle Vermögenswerte werden nur aktiviert, wenn sie den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen des betroffenen Vermögenswerts erhöhen. Alle anderen Aufwendungen werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst.

(v) Abschreibungen

Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte, ausgenommen Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Geschäfts- oder Firmenwerte haben eine unbestimmte Lebensdauer die einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen werden. Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt, ab dem sie genutzt werden können, abgeschrieben. Eine Überprüfung der Nutzungsdauern und Restwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte erfolgt zum Jahresende oder häufiger, falls Anzeichen für eine Veränderung vorliegen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern sind wie folgt:

Software 2 - 5 Jahre
Patente und ähnliche Rechte 5 - 18 Jahre
Kundenbeziehungen bzw. Produkt- und Technologie-Know-how 6 - 7 Jahre

 

(g)

Finanzinstrumente

(i) Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrer Bilanzierung in die folgenden Kategorien eingeteilt:

  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
  • Kredite und Forderungen

Die Einteilung erfolgt bei Zugang in Abhängigkeit von der Art und dem Verwendungszweck des finanziellen Vermögenswerts.

Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Zeitpunkt des Handelstages. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet kategorisiert wurden, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

(ii) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" eingestuft werden.

Finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei jede Veränderung des beizulegenden Zeitwertes periodengleich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte.

(iii) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

Finanzinvestitionen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen die Gesellschaft die Absicht besitzt und es ihr möglich ist, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, werden als „bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" kategorisiert. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Der Zinsertrag wird dabei mittels der Effektivzinsmethode erfasst.

(iv) Forderungen und Kredite

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

(v) Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf mögliche Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintreten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben.

Eine Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Wird eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen als uneinbringlich eingeschätzt, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Zahlungseingänge aus abgeschriebenen Forderungen werden gegen das Wertminderungskonto gebucht. Änderungen des Buchwerts des Wertminderungskontos werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sofern nach objektiven Kriterien die Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts in einer der folgenden Berichtsperioden nicht mehr notwendig ist, wird die vorher gebildete Wertminderung erfolgswirksam aufgelöst. Die Obergrenze dabei bilden die jeweils fortgeführten Anschaffungskosten.

(vi) Liquide Mittel

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Barmitteln, Einlagen bei Kreditinstituten und kurzfristigen Wertpapieren mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten im Erwerbszeitpunkt.

(vii) Eigenkapitalinstrumente

Eigenkapitalinstrumente einschließlich des gezeichneten Kapitals werden zum Ausgabeerlös abzüglich der darauf entfallenden Transaktionskosten bilanziert.

(viii) Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten eingestuft.

(ix) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet kategorisiert, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten werden oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden.

Als zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestufte finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte.

(x) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmals zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der darauf entfallenden Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird.

(xi) Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Aktivitäten dem finanziellen Risiko schwankender Wechselkurse ausgesetzt (siehe Anmerkung 26). Zur Absicherung dieser Risiken werden Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente werden vom Unternehmen nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt. Der Einsatz von Kurssicherungsgeschäften richtet sich nach den vom Vorstand genehmigten Grundsätzen für den Abschluss und Umgang mit derivativen Finanzinstrumenten.

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes, der als effektiv eingestuften Cashflow-Hedges werden direkt im Eigenkapital erfasst. Ineffektive Teile werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Änderungen des beizulegenden Zeitwertes derivativer Finanzinstrumente, die die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nicht erfüllen, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Hedge-Accounting endet, wenn das zugehörige derivative Finanzinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nicht mehr erfüllt sind. Alle zu diesem Zeitpunkt aus dem derivativen Finanzinstrument im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste verbleiben dort, bis das erwartete Grundgeschäft erfüllt wird. Sofern nicht mehr erwartet wird, dass eine abgesicherte Transaktion eintritt, werden die im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

(h)

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie Vertriebskosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden anhand der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt.

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten alle Kosten des Erwerbs sowie Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen beinhalten die Herstellungskosten Materialeinzelkosten und Fertigungslöhne sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten basierend auf Normalbeschäftigung.

Wertberichtigungen für schwer absetzbare, überbevorratete und veraltete sowie in sonstiger Weise unverkäufliche Vorräte werden grundsätzlich auf der Grundlage der von der Gesellschaft prognostizierten Produktnachfrage und Produktionsanforderungen der nächsten zwölf Monate gebildet. Eine Abschreibung des Vorratsbestands wird auf der Basis von Erfahrungswerten vorgenommen, soweit die zukünftige Absatzprognose niedriger ist als der aktuelle Vorratsbestand.

(i)

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis wird vor Finanzerträgen und -aufwendungen sowie Steuern ausgewiesen.

(j)

Wertminderungen bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen, unabhängig davon, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Zu Zwecken des Werthaltigkeitstests werden die Geschäftswerte zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, soweit der Buchwert den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt.

Bei Sachanlagen sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt, soweit Hinweise vorliegen, die eine außerplanmäßige Abschreibung notwendig machen könnten. AIXTRON beurteilt am Ende jeder Periode, ob Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Eine außerplanmäßige Abschreibung auf diese Vermögenswerte wird vorgenommen, soweit der Buchwert entweder den beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten oder den Nutzungswert übersteigt.

Bei der Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Vorsteuer-Zinssatzes, der die aktuellen Marktbewertungen sowie die mit dem Vermögenswert verbundenen Risiken widerspiegelt, abgezinst.

Nach außerplanmäßigen Abschreibungen finden Wertaufholungen statt, wenn sich die Schätzungsgrundlagen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags verändert haben. Wertaufholungen werden maximal bis zur Höhe des Buchwerts durchgeführt, der sich ergeben hätte, wenn keine Wertminderung erfasst worden wäre.

Nach außerplanmäßigen Abschreibungen auf einen Geschäfts- oder Firmenwert erfolgen keine Wertaufholungen.

(k)

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird durch die Division des Jahresergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an ausgegebenen Stammaktien (siehe Anmerkung 21) während des Geschäftsjahres berechnet. Das verwässerte Ergebnis je Aktie spiegelt die potenzielle Verwässerung wider, die bei Ausübung der Aktienoptionen im Rahmen der Aktienoptionsprogramme entstehen könnte, sofern eine solche Umwandlung nicht einer Verwässerung entgegenwirkt.

(l)

Leistungen an Arbeitnehmer

( i ) Beitragsorientierte Pläne

Zahlungsverpflichtungen für beitragsorientierte Pensionspläne werden als Aufwand der Periode erfasst.

( ii ) Leistungsorientierte Pläne

Die Verpflichtung aus leistungsorientierten Plänen errechnet sich durch Schätzung des Betrags, der einem Arbeitnehmer als Gegenleistung für in der Vergangenheit erbrachte Leistungen zusteht; zur Bestimmung des Barwerts wird diese Leistung abgezinst. Die Berechnung erfolgt durch einen qualifizierten Versicherungsmathematiker unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method).

 

( iii ) Aktienbasierte Vergütungstransaktionen

Im Rahmen der Aktienoptionsprogramme können Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte sowie Mitarbeiter des Konzerns Aktien/ADS (siehe Anmerkung 23) der Gesellschaft erwerben. AIXTRON bilanziert diese Aktienoptionsprogramme gemäß IFRS 2. Der beizulegende Zeitwert der nach dem 7. November 2002 gewährten Optionen wird als Personalaufwand erfasst, verbunden mit einer entsprechenden Erhöhung der Kapitalrücklage. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt zum Ausgabetag, verteilt über den Zeitraum, in dem die Arbeitnehmer bedingungslosen Anspruch auf die Optionen erwerben können. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird auf der Grundlage eines Binomialmodells unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Optionen gewährt wurden, bewertet. Bei der Ermittlung des Personalaufwands werden verwirkte Optionen berücksichtigt.

(m)

Rückstellungen

Eine Rückstellung wird erfasst, wenn die Gesellschaft eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus Ereignissen der Vergangenheit entsteht, und deren Erfüllung für das Unternehmen erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist. Falls der Effekt wesentlich ist, werden Rückstellungen durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme unter Anwendung eines Vorsteuer-Zinssatzes, der den aktuellen Marktzins und gegebenenfalls die mit der Schuld verbundenen Risiken widerspiegelt, ermittelt.

( i ) Garantierückstellungen

Die Gesellschaft bietet für jedes ihrer Produkte einen Gewährleistungszeitraum von in der Regel einem Jahr, gelegentlich auch zwei Jahren. Gewährleistungsaufwendungen beinhalten im Allgemeinen Lohnkosten, Materialkosten sowie zugehörige Gemeinkosten, die im Zusammenhang mit der Reparatur eines Produkts während der Garantiezeit anfallen. Gewährleistungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Vertriebskosten erfasst. Die individuellen Garantiebedingungen können variieren, abhängig von den verkauften Produkten, den Vertragsbedingungen sowie den Standorten, an denen sie verkauft werden. Die Gesellschaft ermittelt die Kosten, die im Rahmen ihrer Garantieverpflichtung anfallen können, und bildet zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung eine Rückstellung in Höhe dieser Kosten. Zu den Faktoren, die die Garantieverpflichtung der Gesellschaft beeinflussen, gehören die historische und erwartete Anzahl an Garantieansprüchen sowie die voraussichtlichen Kosten pro Garantieanspruch.

Darüber hinaus bildet die Gesellschaft eine Rückstellung für Material- und Lohnkosten für bereits verkaufte Anlagen aufgrund von Erfahrungswerten. Die Gesellschaft überprüft die Angemessenheit der angesetzten Garantierückstellung regelmäßig und passt die Beträge gegebenenfalls an.

( ii ) Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverluste)

Eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wird gebildet, wenn der erwartete wirtschaftliche Nutzen aus einem Vertrag unterhalb der unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen liegt. Als Rückstellung sind die zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen unvermeidbaren Kosten abzüglich des erwarteten wirtschaftlichen Nutzens anzusetzen. Bevor eine separate Rückstellung gebildet wird, wird der Wertminderungsaufwand von mit dem Vertrag verbundenen Vermögenswerten erfasst. Die Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt wesentlich ist.

(n)

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse resultieren aus dem Verkauf und der Installation von Anlagen, Ersatzteilen sowie Serviceleistungen. Der Verkauf von Anlagen beinhaltet eine Abnahmeprüfung durch den Kunden, die in den AIXTRON Produktionsstätten durchgeführt wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Abnahmeprüfung wird die Anlage demontiert und für den Versand verpackt. Nach Ankunft beim Kunden wird die Anlage wieder zusammengebaut und montiert, wobei es sich um eine Dienstleistung handelt, die im Allgemeinen von AIXTRON Ingenieuren ausgeführt wird. Im Rahmen der Zahlungsbedingungen räumt AIXTRON kein allgemeines Rückgaberecht, keine Rabatte, Gutschriften oder sonstigen Verkaufsanreize ein. Allerdings haben einige Kunden mit AIXTRON individuelle Geschäftsbedingungen ausgehandelt.

Erlöse aus dem Verkauf einer Anlage, deren vereinbarte Produkt- und Prozesseigenschaften bereits nachgewiesen wurden, werden bei Lieferung an den Kunden erfasst, falls eine vollständige Abnahmeprüfung durch den Kunden in der Produktionsstätte von AIXTRON erfolgreich durchgeführt wurde und die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

Umsatzerlöse im Zusammenhang mit der Installation der Anlage beim Kunden stellen eine gesonderte Rechnungseinheit dar. Sie werden erfasst, wenn die Installation beim Kunden abgeschlossen ist und die endgültige Abnahme durch den Kunden bestätigt wurde. Der Anteil der bis zum Abschluss der Installation abzugrenzenden Umsatzerlöse ist der beizulegende Zeitwert der Installationsleistungen. Wenn das Unternehmen feststellt, dass ein Risiko bestehen könnte, dass die wirtschaftlichen Vorteile der Installationsleistungen nicht dem Unternehmen zufließen könnten, wird der gemäß Vertrag bei Abschluss der Installation fällige und zahlbare Betrag abgegrenzt. Der beizulegende Zeitwert der Installationsleistungen ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf einer Anlage erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte

Umsatzerlöse aus Anlagen, bei denen die Erfüllung der zugesagten Produkt- und Prozesseigenschaften bisher nicht nachgewiesen wurde oder für die spezielle Rückgaberechte ausgehandelt wurden, werden erst nach der endgültigen Abnahme durch den Kunden erfasst.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem das Eigentum sowie das Verlustrisiko auf den Kunden übertragen worden sind. Diese Bedingung ist im Allgemeinen zum Zeitpunkt des Versands erfüllt. Erträge aus Wartungsleistungen werden erfasst, sobald diese Leistungen erbracht sind.

(o)

Aufwendungen

( i ) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen beinhalten Material- und Lohneinzelkosten sowie die damit verbundenen Gemeinkosten.

( ii ) Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungskosten werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst. Von der öffentlichen Hand (z. B. Staatszuschüsse) erhaltene Zuwendungen zur Projektfinanzierung werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, wenn die Forschungs- und Entwicklungskosten entstanden und alle Bedingungen für die Gewährung von Zuwendungen erfüllt sind.

( iii )  Zahlungen im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses

Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

(p)

Sonstige betriebliche Erträge

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die für bestimmte Projekte gewährten Zuwendungen der öffentlichen Hand werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst, soweit die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen angefallen sind und alle Bedingungen für die Gewährung von Zuwendungen erfüllt sind.

(q)

Steuern

Der Steueraufwand enthält laufende und latente Steuern.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden für alle temporären Differenzen zwischen Steuer- und IFRS-Bilanzen sowie für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften der einbezogenen Konzernunternehmen erfasst. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag oder zukünftig geltenden Steuersätze, soweit diese bekannt sind. Auswirkungen von geänderten Steuersätzen auf latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden mit Verabschiedung der gesetzlichen Änderung erfasst.

Ein latenter Steueranspruch wird in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen mit Steuergutschriften und steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet werden kann. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang vermindert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden kann. Die Werthaltigkeit der latenten Steuerforderungen wird mindestens einmal jährlich überprüft.

(r)

Segmentberichterstattung

Ein Geschäftssegment ist ein unterscheidbarer Unternehmensbestandteil, der Geschäftstätigkeiten betreibt und dessen Betriebsergebnisse regelmäßig vom obersten Entscheidungsträger („chief operating decision maker"), der bei AIXTRON durch den Vorstand repräsentiert wird, überprüft werden. Der Vorstand überprüft regelmäßig Finanzberichte auf Konzernebene. AIXTRON hat nur ein berichtspflichtiges Segment.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Segmentberichterstattung entsprechen den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, welche in diesem Abschnitt erläutert sind.

(s)

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode ermittelt. Zahlungsmittelzuflüsse sowie Zahlungsmittelabflüsse aus Steuern und Zinsen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet.

(t)

Neu veröffentlichte Bilanzierungsstandards

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Änderungen an den folgenden Standards angewandt. Die Anwendung dieser Standards hat keinen signifikanten Einfluss auf die berichteten Bilanzpositionen in diesem Geschäftsbericht.

IFRS 13 – Bewertung zum beizulegenden Zeitwert IFRS 13, ist ab dem 01. Januar 2013 verpflichtend und wurde in 2012 umgesetzt. Der Standard definiert den beizulegenden Zeitwert und weist ein Rahmenkonzept für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts aus; und erfordert Angabepflichten über die Bewertungstechniken des beizulegenden Zeitwertes. Mit der Anwendung des neuen Standards wurde die Bewertung des Zeitwerts des Geschäfts- oder Firmenwert von einem „discounted cash flow model" in ein Bewertungsmodel auf Grundlage der im aktiven Markt beobachteten Marktkapitalisierung des Unternehmens umgestellt. Der Standard enthält weiterhin bestimmte Angabepflichten im Zusammenhang mit dem beizulegenden Zeitwert.
Änderung IFRS 7 – Finanzinstrumente: Angaben Die Änderungen erhöhen die Offenlegungspflichten für bestimmte Finanzinstrumente.
Änderung IAS 12 – Ertragsteuern Dieser Standard gilt für latente Steuern als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernabschlusses waren folgende, bisher nicht angewandte Standards veröffentlicht, jedoch noch nicht gültig und nicht von der EU übernommen:

IFRS 1 (geändert)

Darlehen der öffentlichen Hand

IFRS 7 (geändert) Angabepflichten – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
Jährliche IFRS Verbesserungen

(2009-2011) Zyklus

IFRS 9

Finanzinstrumente

IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 (geändert)

Investment Entities

IFRS 11

Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen

IFRS 12

Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen

IAS 1 (geändert)

Darstellung von Posten im Abschnitt „sonstiges Ergebnis"

IAS 19 (überarbeitet)

Leistungen an Arbeitnehmer

IAS 27 (überarbeitet)

Separater Konzernabschluss

IAS 28 (überarbeitet)

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

IAS 32 (geändert)

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

IFRIC 20

Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine


Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Anwendung dieser Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsabschlüsse des Konzerns in zukünftigen Perioden haben wird.

Gemäß den Bestimmungen des IFRS 8 erfolgt die Identifizierung der operativen Geschäftssegmente anhand von internen Berichten über Unternehmensbestandteile, welche regelmäßig vom Vorstand, als dem obersten Führungsgremium, im Hinblick auf Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu den Segmenten und die Bewertung ihrer Ertragskraft überprüft werden.

Der Vorstand überprüft regelmäßig konsolidierte Finanzberichte auf Ebene des Gesamtkonzerns, da zahlreiche Geschäftsaktivitäten innerhalb des Konzerns auf operativer Ebene weitestgehend integriert sind. Im Einklang mit IFRS hat AIXTRON nur ein berichtspflichtiges Segment.

Das berichtspflichtige Segment basiert auf Waren und Dienstleistungen, die für die Halbleiterindustrie bereitgestellt werden.

Umsatzerlöse werden wie in Anmerkung 2 (n) beschrieben berücksichtigt.

Das Unternehmen bewertet die Umsätze für Installationsleistungen marktorientiert mit Preisen aus beobachteten Transaktionen bei allen Verträgen die mehrere Leistungseinheiten / Leistungselemente beinhalten und die zu Umsätzen im Geschäftsjahr 2012 geführt haben. Dies entspricht Stufe 2 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts in IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert der Installationsleistungen für diese Verträge wurde aus dem am prozentual häufigsten beobachteten Vertragspreis (Modalwert) der beim Abschluss der Leistung zahlbar ist übernommen. In 2012 wurde der Modalwert in annährend 90% aller vergleichbaren Verträge beobachtet.

Verträge die Umsätze mit zwei Leistungseinheiten / Leistungselementen beinhalten werden zum beizulegenden Zeitwert mit derselben Methode bewertet wie bei der Auslieferung von Produkten. Diese verwendet den prozentual am häufigsten beobachteten Vertragswert (Modalwert) der bei Auslieferung an den Kunden zahlbar ist. Dies entspricht Stufe 2 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts in IFRS 13.

Segment-Umsätze und -Ergebnisse

in Tausend EUR
2012 2011 2010

Anlagen-Umsätze

176.865 556.275 735.723
Ersatzteil- und Service-Umsätze 50.967 54.685 48.052
Umsätze mit externen Kunden 227.832 610.960 783.775

Materialaufwand

113.083 255.357 298.872
Abschreibungen auf Vorräte 40.947 41.602 -5.880

Personalaufwand

81.076 76.494 69.964

Abschreibungen auf Sachanlagen

11.165 8.960 8.732

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen

2.756 0 0

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

2.720 3.540 4.369

Sonstige betriebliche Aufwendungen

104.566 112.439 121.621
Verluste aus Wechselkursveränderungen 6.841 2.082 17.246

Sonstige betriebliche Erträge

-3.055 -2.394 -6.659

Segmentergebnis

-132.267 112.880 275.510

Finanzierungserträge

2.353 3.393 2.851

Finanzierungskosten

-29 -1.306 -141

Ergebnis vor Steuern

-129.943 114.967 278.220

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des berichtspflichtigen Segments sind identisch mit den in Anmerkung 2 dargestellten Methoden. Das Segmentergebnis stellt das durch das Segment erwirtschaftete Ergebnis, ohne die Zuordnung von Kapitalerträgen, Finanzierungskosten und Steueraufwendungen dar. Das Segmentergebnis wird dem Vorstand zum Zweck der Zuordnung von Ressourcen und der Überprüfung der Ertragskraft berichtet.

Segmentvermögen und -schulden

in Tausend EUR 31.12.2012 31.12.2011
HALBLEITER-Anlagen Segmentvermögen 337.730 445.256

Nicht zugeordnete Vermögenswerte

222.241 332.003

Konzernvermögenswerte

559.971 777.259
     
in Tausend EUR
31.12.2012 31.12.2011

Halbleiter-Anlagen Segmentschulden

89.057 142.375

Nicht zugeordnete Schulden

894 6.544

Konzernschulden

89.951 148.919

Zum Zweck der Überwachung der Leistungsfähigkeit und der Ressourcenallokation sind alle Vermögenswerte dem berichtspflichtigen Segment zugeordnet. Ausgenommen davon sind Steuerforderungen, Liquide Mittel und andere finanziellen Vermögenswerte. Mit Ausnahme von Steuerschulden und Pensionsrückstellungen sind sämtliche Schulden dem berichtspflichtigen Segment zugeordnet.

Weitere Erläuterungen zum Sachanlagevermögen, zum Geschäfts- oder Firmenwert und zu den immateriellen Vermögenswerten sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfolgen in Anmerkung 11 und 12. Sonstige langfristige Vermögenswerte verringerten sich in 2012 um TEUR 43 (2011: Verminderung um TEUR 87).

Informationen über sonstige wesentliche Ertrags- und Aufwandsposten, die im Personalaufwand und in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten sind, finden sich unter den Anmerkungen 7 und 4.

Geografische Information

Im Nachfolgenden werden die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus fortgeführten Geschäftstätigkeiten mit externen Kunden und Informationen über die langfristigen Vermögenswerte, aufgeteilt nach geografischer Lage dargestellt. Umsatzerlöse mit externen Kunden sind den jeweiligen Ländern zugeordnet, in denen die Produkte erwartungsgemäß verwendet werden.

in Tausend EUR
2012 2011 2010
Asien 177.490 547.782 716.872
Europa 21.352 26.322 31.066
USA 28.990 36.856 35.837
Summe 227.832 610.960 783.775

Umsätze mit externen Kunden aus Deutschland, dem Geschäftssitz von AIXTRON, und anderen Ländern, die von wesentlicher Bedeutung sind, stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR
2012 2011 2010
Deutschland 10.105 10.929 21.314
USA 28.868 35.871 35.837
Korea 29.759 57.744 125.489
China 71.611 314.900 193.768
Taiwan 47.147 157.446 376.899

Die Umsätze aus allen Ländern außerhalb von Deutschland belaufen sich auf TEUR 217.727, TEUR 600.031 und TEUR 762.461 für die Jahre 2012, 2011 und 2010 jeweils zum 31. Dezember. Im Geschäftsjahr 2012 entfiel auf einen Kunden 11% des Gesamtumsatzes. In 2011 und 2010 wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse erzielt.

in Tausend EUR

Langfristige Vermögenswerte

  31.12.2012 31.12.2011
Asien 5.352 1.604
Europa ohne Deutschland 14.459 14.873
Deutschland 144.745 96.109
USA 2.237 54.594

Konzernvermögenswerte

166.793 167.180

Die langfristigen Vermögenswerte enthalten keine latenten Steuerforderungen, Finanzinstrumente, Vermögenswerte aus der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie keine Rechte, die sich aus Versicherungsverträgen ergeben.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten vor Abzug der erhaltenen Projektzuschüsse beliefen sich für die Geschäftsjahre 2012, 2011 bzw. 2010 auf TEUR 72.862, TEUR 50.410 bzw. TEUR 46.126.

Nach Abzug der erhaltenen, nicht rückzahlbaren Projektzuschüsse beliefen sich die Nettoaufwendungen für Forschung und Entwicklung für die Geschäftsjahre 2012, 2011 bzw. 2010 auf TEUR 70.201, TEUR 49.003 bzw. TEUR 42.588.

in Tausend EUR 2012 2011 2010

Erhaltene Zuschüsse für Forschung und Entwicklung

2.661 1.407 3.538

Erträge aus Vertragsauflösungen mit Kunden

0 0 1.800
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Auflösung
von Wertberichtigungen auf Forderungen

 

78 92 741

Gewinne aus Anlagenabgängen

0 17 4

Schadensersatzleistungen

11 2 154

Währungsgewinne

136 367 248
Sonstige 235 509 174
  3.121 2.394 6.659

Insgesamt ergaben sich Währungsverluste in Höhe von TEUR 6.841 (2011 Verlust
TEUR 2.082; 2010 Verlust TEUR 17.246), die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden (siehe dazu auch Anmerkung 6).

 

in Tausend EUR
2012 2011 2010

Währungsgewinne

136 367 248

Währungsverluste (siehe Anmerkung 6)

-6.977 -2.449 -17.494
Netto Währungsverluste -6.841 -2.082 -17.246

Gewinne (Verluste) aus zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten

-6.774 -1.320 -20.877

Sonstige Währungsgewinne (-verluste)

-67 -762 3.631
  -6.841 -2.082 -17.246

in Tausend EUR 2012 2011 2010

Währungsverluste

6.977 2.449 17.494

Verluste aus Anlagenabgängen

149 66 3
Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen/Ausbuchung von Forderungen

 

1.449  101  270
Zollstrafe 0 1.334 0

Sonstige

0 469  2
  8.575 4.419 17.769

in Tausend EUR
2012 2011 2010

Löhne und Gehälter

67.179 63.315 58.534

Soziale Abgaben

8.732 6.777 5.767
Verminderung/Erhöhung der Verpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen 0 -17 866

Aufwendungen aus beitragsorientierten Pensionsplänen

1.712 1.355 1.152

Aufwendungen für Aktienoptionen

3.453 5.064 3.645
  81.076 76.494 69.964

in Tausend EUR 2012 2011 2010

Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten

2.274 3.309 2.590
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 79 84 261
Andere finanzielle Vermögenswerte 2.353 3.393 2.851

Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten

     
Nicht zum beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlustrechnung bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -29 -546 -141
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 0 -760 0
  -29  -1.306  -141 
Finanzergebnis 2.324 2.087 2.710

Zinserträge errechnen sich aus Zinsen auf Zahlungsmittel und -äquivalente bis zur Endfälligkeit.

Die folgende Aufgliederung zeigt die ergebniswirksam erfassten Ertragsteueraufwendungen und -erträge.

in Tausend EUR 2012 2011 2010

Laufender Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-)

     
im Geschäftsjahr -4.508 40.686 90.294
Anpassungen für Vorjahre -204 552 483

Summe laufender Steueraufwand

-4.712 41.238 90.777
       

Latenter Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-)

     
aus temporären Differenzen 22.868 -5.802 -4.980
Ertrag/Aufwand aus der Änderung von lokalen Steuersätzen -56 -5 26

aus Wertaufholungen und Abschreibungen

-2.607 0 -99

Summe latenter Steueraufwand

20.205 -5.807 -5.053

Ertragsteueraufwand

15.493 35.431 85.724

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und die Steuern vom Einkommen und Ertrag verteilen sich auf folgende Regionen:

in Tausend EUR 2012 2011 2010

Ergebnis vor Steuern

     
Deutschland -101.617 56.554 225.802
Außerhalb Deutschlands -28.326 58.413 52.418
Summe -129.943 114.967 278.220

Ertragsteueraufwand

     
Deutschland 21.143 18.867 62.798
Außerhalb Deutschlands -5.650 16.564 22.926
Summe 15.493 35.431 85.724

Der effektive Steuersatz der Gesellschaft unterscheidet sich vom gesetzlichen Steuersatz in Deutschland, der Ende 2012 30,54% (2011: 30,21%; 2010: 30,21%) beträgt und sich aus dem inländischen Körperschaftsteuersatz (inkl. Solidaritätszuschlag) und der Gewerbesteuer ergibt.

Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dar:

in Tausend EUR 2012 2011 2010

Jahresergebnis vor Steuern

-129.943 114.967 278.220

Ertragsteueraufwand (Inlandsteuersatz)

-39.685 34.732 84.050

Effekt aus Steuersatzunterschieden im Ausland

1.250 -1.574 -1.074

Nichtabzugsfähige Aufwendungen

1.343 2.236 2.491

Nicht berücksichtigte Steueransprüche aus Verlustvorträgen

55.062 0  0

Wertaufholung (-)/Wertberichtigung (+) auf latente Steueransprüche

 -2.607  587  -133

Aufwand aus Steuersatzänderungen

-56 -5 26

Effekt aus der Inanspruchnahme von Verlustvorträgen

-1.482 -1.369 0

Effekt aus permanenten Differenzen

152 -71 -113

Sonstiges

1.516 895 477

Ertragsteueraufwand

15.493 35.431 85.724

Effektiver Steuersatz

-11,9% 30,8% 30,8%

Aufgrund zu hoher bzw. zu niedriger Steuervorauszahlungen in der laufenden bzw. früheren Perioden bestehen zum 31. Dezember 2012 Forderungen aus laufenden Steuern in Höhe von TEUR 7.127 (Vorjahr: TEUR 8.150) bzw. Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern in Höhe von TEUR 770 (Vorjahr: TEUR 6.404).

Entwicklung der Sachanlagen

in Tausend EUR

Grundstücke und Gebäude

Technische Anlagen und Maschinen

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung

Anlagen im Bau

Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten

         

Stand am 1. Januar 2011

39.301 46.512 14.348 29.486 129.647
Zugänge 1.787 5.239 3.185 16.973 27.184
Abgänge 3 2.327 244 7 2.581

Umbuchungen

102 1.330 20 -1.509 -57

Effekt aus Währungsumrechnung

76 504 120 12 712

Stand am 31. Dezember 2011

41.263 51.258 17.429 44.955 154.905

Stand am 1. Januar 2012

41.263 51.258 17.429 44.955 154.905

Zugänge

2.252 7.479 1.156 4.881 15.768

Abgänge

119 6.182 44 2.639 8.984

Umbuchungen

21.403 18.584 1.838 -41.825 0

Effekt aus Währungsumrechnung

40 -202 -20 3 -179

Stand am 31. Dezember 2012

64.839 70.937 20.359 5.375 161.510

Abschreibungen

         

Stand am 1. Januar 2011

9.659 34.045 8.033 0 51.737
Planmäßige Abschreibungen
des Geschäftsjahres

 

1.997 5.023 1.939  0 8.959

Abgänge

0 2.304 165  0 2.469

Effekt aus Währungsumrechnung

38 399 65  0 502

Stand am 31. Dezember 2011

11.694 37.163 9.872 0 58.729

Stand am 1. Januar 2012

11.694 37.163 9.872 0 58.729
Planmäßige Abschreibungen
des Geschäftsjahres

 

2.239 6.436 2.489 0 11.164

Außerplanmäßige Abschreibungen

0 253 0 2.503 2.756

Abgänge

117 5.848 24 2.503 8.492

Umbuchungen

-50 48 2 0 0

Effekt aus Währungsumrechnung

20 -207 -12 0 -199

Stand am 31. Dezember 2012

13.786 37.845 12.327 0 63.958

Buchwerte

         

1. Januar 2011

29.642 12.467 6.315 29.486 77.910

31. Dezember 2011

29.569 14.095 7.557 44.955 96.176

1. Januar 2012

29.569 14.095 7.557 44.955 96.176

31. Dezember 2012

51.053 33.092 8.032 5.375 97.552

Planmäßige Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen betragen TEUR 11.164 für das Geschäftsjahr 2012 und
TEUR 8.959 bzw. TEUR 8.732 für 2011 bzw. 2010.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2012 wurden außerplanmäßige Abschreibungen TEUR 2.756 auf Labor und Demonstrationsanlagen für gestoppte Produktentwicklungen vorgenommen. Diese werden in den Forschungs- und Entwicklungskosten in der Gewinn und Verlustrechnung ausgewiesen. In 2011 und 2010 waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorzunehmen.

Anlagen im Bau

Die Anlagen im Bau betreffen im Wesentlichen das Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum in Deutschland sowie selbst erstellte Laboranlagen.

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE

in Tausend EUR

Geschäfts- und Firmenwert

Patente und ähnliche Rechte

Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten

     

Stand am 1. Januar 2011

79.118 34.171 113.289

Zugänge

234 2.744 2.978

Abgänge

0 14 14

Umbuchungen

0 57 57

Effekt aus Währungsumrechnung

2.109 590 2.699

Stand am 31. Dezember 2011

81.461 37.548 119.009

Stand am 1. Januar 2012

81.461 37.548 119.009

Zugänge

0 715 715
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0

Effekt aus Währungsumrechnung

368 -295 73

Stand am 31. Dezember 2012

81.829 37.968 119.797

Abschreibungen

     

Stand am 1. Januar 2011

16.917 27.194 44.111

Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres

0 3.540 3.540
Abgänge 0 14 14

Effekt aus Währungsumrechnung

466 623 1.089

Stand am 31. Dezember 2011

17.383 31.343 48.726

Stand am 1. Januar 2012

17.383 31.343 48.726

Planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres

0 2.720 2.720

Abgänge

0 0 0

Effekt aus Währungsumrechnung

100 -313 -213

Stand am 31. Dezember 2012

17.483 33.750 51.233

Buchwerte

     

1. Januar 2011

62.201 6.977 69.178

31. Dezember 2011

64.078 6.205 70.283

1. Januar 2012

64.078 6.205 70.283

31. Dezember 2012

64.346 4.218 68.564

Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen auf sonstige
Immaterielle Vermögenswerte

Die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte werden wie folgt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

in Tausend EUR 2012 2011 2010
 

planmäßig

außerplanmäßig

planmäßig

außerplanmäßig

planmäßig

außerplanmäßig

Herstellungskosten

202 0 1.000 0 1.296 0

Vertriebskosten

5 0 255 0 1.301 0

Verwaltungskosten

1.915 0 1.670 0 1.119 0

Forschung und Entwicklung

598 0 615 0 653 0
  2.720 0 3.540 0 4.369 0

Außerplanmäßige Abschreibungen sowie Wertaufholungen waren in den Geschäftsjahren 2012, 2011 und 2010 nicht vorzunehmen.

Die in den Folgejahren erwarteten Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR  
2013 1.514
2014 1.066
2015 569
2016 403
2017 153

Die tatsächlichen Abschreibungen können von den erwarteten Abschreibungen abweichen.

Erläuterung der außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte

Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 ermittelte die Gesellschaft den erzielbaren Betrag des Geschäfts- oder Firmenwerts und kam zu dem Ergebnis, dass keine Wertminderung zu erfassen ist (2011: TEUR 0; 2010 TEUR 0).

Der Buchwert des Firmenwerts beträgt TEUR 64.346 (2011: TEUR 64.078; 2010: TEUR 62.201). Der Mehrbetrag in Höhe von TEUR 234 im Jahr 2011 beinhaltet die letzte Vertragszahlung an die früheren Inhaber von Nanoinstruments Ltd. Nanoinstruments Ltd. wurde von AIXTRON Ltd. im Jahr 2007 gekauft.

Die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der der Firmenwert zugeordnet wurde, war zum Ende des Geschäftsjahres 2012 das Geschäftssegment AIXTRON Konzern.

Der erzielbare Betrag dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt. IFRS 13, der ab dem 01. Januar 2013 verpflichtend anzuwenden ist, wurde bereits in 2012 umgesetzt. Der Standard definiert den beizulegenden Zeitwert und weist ein Rahmenkonzept für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts aus. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Da AIXTRON nur eine zahlungsmittelgenerierende Einheit hat wurde die Marktkapitalisierung dieser abzüglich der Veräußerungskosten und zuzüglich eines Aufschlags für die Beherrschung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes herangezogen. Hierbei handelt es sich um Stufe 2 der Hierarchie der Bewertungstechniken für den beizulegenden Zeitwert in IFRS 13. Zum 31. Dezember 2012 ist die Marktkapitalisierung nicht verfügbar, deshalb wurde der AIXTRON Marktwert von EUR 896,0 Millionen zum 28. Dezember 2012 verwendet. Für die Berechnung des Marktwertes wurde der Aktienkurs von EUR 8,879 und 100.896.098 ausgegebenen Aktien (Inklusive eigener Anteile) berücksichtigt. Es wurden Kosten in Höhe von 1,5% für eine gewöhnliche Verkaufstransaktion angesetzt. Dieser Wert liegt innerhalb der allgemein verwendeten Bandbreite von 1% - 3%. Zur Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurden 20% für die Beherrschung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zur Marktkapitalisierung aufgeschlagen.

Die Marktkapitalisierung wurde vor dem Vergleich mit dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit um die sonstigen finanziellen Vermögenswerte zuzüglich der liquiden Mittel und die Steuern angepasst. Der beizulegende Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt den Buchwert. In Folge dessen ist der Geschäfts- oder Firmenwert nicht außerplanmäßig abzuschreiben.

in Millionen EUR Überprüfung von Wertminderungen Sensitivitätsanalyse
Marktkapitalisierung zum 28. Dezember 2012 896,0 477,3
Veräußerungskosten in Prozent

1,50%

1.50%

Veräußerungskosten

-13,4

-7,2
Marktkapitalisierung (Beizulegender Zeitwert) abzüglich Veräußerungskosten

882,6

470,1
Aufschlag für die Beherrschung in Prozent

20,00%

0,00%
Aufschlag für die Beherrschung 179,2 0

Marktkapitalisierung (Beizulegender Zeitwert) inklusive dem Aufschlag für die Beherrschung abzüglich Veräußerungskosten

1.061,8 470,1

Sonstige finanzielle Vermögenswerte zuzüglich der liquiden Mittel

-209,5 -209,5

Steuern

-11,9 -11,9

Beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit

840,4 248,7
Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit 248,7 248,7
Überschuss des beizulegenden Zeitwerts über dem Buchwert 591,7 0
Überschuss des beizulegenden Zeitwerts über dem Buchwert in Prozent 238% 0%

Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, entspricht dem erzielbaren Betrag, und übersteigt den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit um 238%.

Eine Sensitivitätsanalyse der Überprüfung von Wertminderungen ohne Berücksichtigung des Aufschlages für die Beherrschung zeigt, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gleich dem erzielbaren Betrag wäre wenn die Marktkapitalisierung von AIXTRON um 47% auf EUR 477,3 Millionen fallen sollte.

Der am Ende des Jahres 2011 erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde durch den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten bestimmt. Grundlage für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts bildeten Cashflow-Prognosen basierend auf durch den Vorstand genehmigten Budget- und Planzahlen für den Zeitraum bis 2013.

Die folgenden wesentlichen Annahmen liegen der Berechnung des Nutzungswerts zugrunde:

  • Kapitalkostensatz nach Steuern in Höhe von 11,94% ermittelt im Dezember 2011 mithilfe des Capital Asset Pricing Modells
  • Risikofreier Zinssatz von 2,75% basierend auf deutschen Staatsanleihen
  • Marktrisikoprämie von 5%
  • Zusätzliche Risikoprämie von 1,25% um die derzeitige Kapitalmarktsituation mit niedrigen Zinssätzen und hoher Unsicherheit widerzuspiegeln
  • Unlevered beta von 1,37
  • Eine Länderrisikoprämie von 1,09%
  • Wachstumsrate für den Endwert in Höhe von 0%
  • Wechselkurs von USD 1,40 zu EUR 1
  • Marge für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern in Höhe von 15%
  • Prognosen für das Nettoumlaufvermögen basierend auf den erwarteten Relationen für: Umschlaghäufigkeit der Vorräte 2,2, Kreditoren-Laufzeiten 46 DSO und Debitoren-Laufzeiten 34 DPO.

Der Vorstand ist der Meinung, dass alle nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der wesentlichen Annahmen, auf denen der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten beruht, nicht dazu führen würden, dass die Summe der Buchwerte insgesamt den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt.

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt TEUR 677 (2011: TEUR 720)
beinhalten im Wesentlichen Mietkautionen für Gebäude.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden

Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden resultieren aus den einzelnen Bilanzposten wie folgt:

in Tausend EUR Vermögenswerte Schulden Netto
  2012 2011 2012 2011 2012 2011
Sachanlagen 53 19       0 -9 53 10
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 7.160       0 0 0 7.160
Vorräte 1.690 13.629       0 0 1.690 13.629

Leistungen an Arbeitnehmer

191 43       0 16 191 59

Währungsausgleichsposten

12             0       0 0 12 0
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten -638 -2.955       0 0 -638 -2.955
Erhaltene Anzahlungen von Kunden 0 1.578       0 0 0 1.578

Immaterielle Vermögenswerte

0 5.576       0 0 0 5.576
Sonstiges -16 42 -123 -147 -139 -105

Steuerliche Verlustvorträge

4.096 1.688       0 0 4.096 1.688

Derivative Finanzinstrumente

 0 1.567       0 0 0 1.567

Latente Steueransprüche (+) -schulden (-)

5.388 28.347 -123 -140 5.265 28.207

Die Bildung von aktiven latenten Steuern erfolgt auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften, in denen im laufenden oder im vorangegangenen Geschäftsjahr ein Verlust erzielt wurde, nur insoweit, als die Inanspruchnahme in zukünftigen Perioden wahrscheinlich ist. Als Nachweis für die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme werden Planungsrechnungen sowie die aktuelle Geschäftsentwicklung der relevanten Gesellschaften in Erwägung gezogen. Im Geschäftsjahr 2012 waren latente Steuerforderungen in Höhe von TEUR 151 (2011: TEUR 142) bilanziert, die auf Gesellschaften entfielen, die im laufenden oder im vorangegangenen Geschäftsjahr einen Verlust auswiesen. Die erwartete zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaften, die aktive latente Steuern ausweisen, wird voraussichtlich im Jahr 2013 zu einer Erhöhung der steuerbaren Gewinne führen.

Darüber hinaus waren zum 31. Dezember 2012 latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 90.897 (2011: TEUR 16.141) und auf temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 20.984 (2011: TEUR 886) unberücksichtigt. Von den unberücksichtigten Verlustvorträgen sind TEUR 53.302 unverfallbar (2011: TEUR 0), TEUR 7.302 verfallen bis 2017 (2011: TEUR 1.341 bis 2016) und TEUR 30.293 verfallen nach 2017 (2011: TEUR 14.800 nach 2016).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der temporären Differenzen während des Geschäftsjahres:

 

in Tausend EUR

Stand am 1. Januar 2012

Erfolgswirksam erfasst

Direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst

Stand am 31. Dezember 2012

Sachanlagen

10 43 0 53

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

7.160 -7.160 0 0

Vorräte

13.629 -11.932 -7 1.690

Pensionsrückstellungen

59 138 -6 191

Währungsausgleichsposten

0 -118 130 12

Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten

-2.955 2.325 -8 -638

Erhaltene Anzahlungen von Kunden

1.578 -1.578 0 0

Immaterielle Vermögenswerte

5.576 -5.576 0 0

Sonstiges

-105 -26 -8 -139

Derivative Finanzinstrumente

1.688 2.458 -50 4.096

Steuerliche Verlustvorträge

1.567 1.221 -2.788 0
  28.207 -20.205 -2.737 5.265

 

 

in Tausend EUR

Stand am 1. Januar 2011

Erfolgswirksam erfasst

Direkt im Sonstigen Ergebnis erfasst

Stand am 31. Dezember 2011
Sachanlagen -95 105 0 10

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

7.086 74 0 7.160

Vorräte

6.962 6.663 4 13.629

Pensionsrückstellungen

43 11 4 58

Abgegrenzte Umsatzerlöse

14 -14 0 0

Währungsausgleichsposten

0 75 -75 0

Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten

-2.033 -929 7 -2.955

Erhaltene Anzahlungen von Kunden

0 1.578 0 1.578

Immaterielle Vermögenswerte

5.576 0 0 5.576

Sonstiges

156 -267 7 -104

Derivative Finanzinstrumente

-695 -673 2.935 1.567

Steuerliche Verlustvorträge

2.455 -816 49 1.688
  19.469 5.807 2.931 28.207

In den langfristigen Forderungen aus laufenden Steuern sind Forderungen aus einem bestehenden Körperschaftsteuerguthaben enthalten. Das Körperschaftsteuerguthaben wird über einen Zeitraum von fünf Jahren verteilt ausgezahlt. Der ausgewiesene Betrag entfällt auf Forderungen, die mehr als ein Jahr nach dem Bilanzstichtag fällig werden.

in Tausend EUR 2012 2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 49.272 80.654
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 64.984 94.468
Fertige Erzeugnisse und Leistungen 1.790 2.277
Vorratsbestände beim Kunden 9.940 7.154
  125.986 184.553
in Tausend EUR 2012 2011
Abschreibungen auf Vorräte im Geschäftsjahr 40.947 41.602
Vorräte bewertet zum Nettoveräußerungswert 8.135 0
Materialaufwand 113.083 255.357
Erfolgswirksam erfasste Wertaufholungen des Geschäftsjahres 0 0
Buchwert der Vorräte, die als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet sind 0 0

in Tausend EUR 2012 2011

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

39.110 79.019

Wertberichtigungen

-1.819 -389

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - netto

37.291 78.630

Aktive Rechnungsabgrenzung

955 796

Erstattung von Forschungs- und Entwicklungskosten

1.553 251

Geleistete Anzahlungen an Lieferanten

897 5.016

Umsatzsteuererstattungsansprüche

2.572 3.468

Sonstige Forderungen

1.683 2.598

Zeitwerte von im Eigenkapital erfassten derivativen Finanzinstrumenten

0 2.765

Summe sonstige Vermögenswerte

7.660 14.894
  44.951 93.524

Die Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

in Tausend EUR 2012 2011

Wertberichtigungen zum 1. Januar

389 382

Währungsdifferenzen

-7 8

Realisierte Verluste aus Wertminderungen

1.593 69

Inanspruchnahme

-29 -22

Wertaufholungen

-127 -48

Wertberichtigungen zum 31. Dezember

1.819 389
     

Altersstruktur von überfälligen aber nicht wertgeminderten Forderungen

     
in Tausend EUR
2012 2011

1 – 90 Tage überfällig

1.971 3.041

Mehr als 90 Tage überfällig

1.246 1.561

Aufgrund der weltweiten geografischen Streuung ist das Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen diversifiziert. Die Gesellschaft verlangt generell keine Sicherheiten für finanzielle Vermögenswerte. Jedoch werden, wie im Handel mit Investitionsgütern üblich, beim Verkauf von Anlagen in der Regel unwiderrufliche Akkreditive und Anzahlungen eingefordert, um das Kreditrisiko zu verringern.

Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfielen zum Bilanzstichtag auf einen Kunden 26%. Darüber hinaus existiert keine weitere Kundenforderung aus Lieferungen und Leistungen, deren Saldo mehr als 10% des Gesamtbetrags ausmacht. Im Geschäftsjahr 2011 entfielen 26% bzw. 23% gemessen am Gesamtbetrag der Forderungen auf zwei Kunden. Kein weiterer Kunde wies einen Forderungssaldo von mehr als 10% des Gesamtbetrags aus. Bei der Ermittlung des Konzentrationsrisikos werden verschiedene Handelspartner zusammengefasst, wenn es sich dabei um verbundene Unternehmen handelt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag überfällige Forderungen, für die keine Risikovorsorge getroffen wurde, in Höhe von TEUR 3.217 (2011: TEUR 4.602) enthalten. Obwohl die jeweiligen Forderungssalden nicht gesichert sind, sind nach Einschätzung der Gesellschaft diese Beträge im vollen Umfang einbringlich, da keine wesentliche Verschlechterung der Kreditfähigkeit eingetreten ist.

Bei der Bestimmung von möglicherweise wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten, berücksichtigt die Gesellschaft die Wahrscheinlichkeit der Einbringlichkeit auf der Grundlage von Überfälligkeiten bestimmter Forderungen. Weiterhin wird eine Beurteilung der Fähigkeit aller Vertragspartner, ihren Verpflichtungen nachzukommen, vorgenommen.

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 109.756 (2011: TEUR 122.323) handelt es sich um Festgeldanlagen bei Banken mit einer Laufzeit von mehr als 3 Monaten bei Vertragsabschluss.

Analyse der Laufzeiten von Festgeldern zum 31. Dezember 2012 und 2011:

in Tausend EUR 2012 2011
Festgelder mit einer Laufzeit bis zu 180 Tagen 94.756 112.323

Festgelder mit einer Laufzeit zwischen 181 und 365 Tagen

15.000 10.000
  109.756 122.323

in Tausend EUR 2012 2011

Kassenbestand

9 17

Guthaben bei Kreditinstituten

99.725 172.875

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

99.734 172.892

Liquide Mittel beinhalten kurzfristige Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von 3 Monaten oder weniger bei Vertragsabschluss.

Guthaben bei Kreditinstituten waren weder zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres noch des Vorjahres als Sicherheit hinterlegt.

Gezeichnetes Kapital

Voll eingezahltes Kapital 2012 2011
Stand am 1. Januar 101.789.527 101.179.866
Ausübung von Mitarbeiteroptionen 185.496 609.661
Gezeichnetes und eingezahltes Kapital (inklusive eigener Anteile)  am 31. Dezember 101.975.023 101.789.527
Abzüglich der eigenen Anteile -1.078.925 -1.078.925
Gezeichnetes und eingezahltes Kapital nach IFRS  am 31. Dezember 100.896.098 100.710.602

Das Grundkapital der Gesellschaft setzt sich ausschließlich aus nennwertlosen Stückaktien zusammen und war sowohl im Geschäfts- als auch im Vorjahr vollständig eingezahlt. Jede Stückaktie entspricht einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 am Grundkapital.

 

Genehmigte Anteile

Die genehmigten Anteile beliefen sich inklusive Grundkapital, genehmigtem und bedingtem Kapital auf EUR 203.579.052 (2011: EUR 184.107.297).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Aufgelder aus Kapitalerhöhungen sowie den kumulierten Personalaufwand aus den Aktienoptionsprogrammen.

Das in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellte Kapital entspricht dem durch das Unternehmen gemanagte Kapital. Das Unternehmen betrachtet die Kapitalausstattung als angemessen.

Im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen

in Tausend EUR

Währungsumrechnung

Derivative Finanz-instrumente

Summe

Stand am 31. Dezember 2009

-12.449 -1.115 -13.564

Veränderung Währungsumrechnung

1.454 0 1.454

Veränderung unrealisierte Gewinne/Verluste vor Steuern

0 1.224 1.224

Latente Steuern

0 -449 -449

Stand am 31. Dezember 2010

-10.995 -340 -11.335

Veränderung Währungsumrechnung

6.930 6.930

Veränderung unrealisierte Gewinne/Verluste vor Steuern

0 -9.032 -9.032

Latente Steuern

0 2.934 2.934

Stand am 31. Dezember 2011

-4.065 -6.438 -10.503

Veränderung Währungsumrechnung

1.512 0 1.512

Veränderung unrealisierte Gewinne/Verluste vor Steuern

0 9.226 9.226

Latente Steuern

0 -2.788 -2.788

Stand am 31. Dezember 2012

-2.553 0 -2.553

Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung umfasst alle Differenzen aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist.

Unter dem Posten „Derivative Finanzinstrumente" wird der wirksame Teil der kumulierten Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts von Cashflow-Sicherungsinstrumenten für noch nicht eingetretene abgesicherte Grundgeschäfte erfasst.

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Berichtzeitraums in Umlauf befindlichen Stammaktien zugrunde gelegt.

Verwässertes Ergebnis je Aktie

Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien sowie der Stammaktien mit eventuellem Verwässerungseffekt aus der Ausübung von Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms.

  2012 2011 2010

Ergebnis je Aktie

     
Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss, der den Gesellschaftern
der AIXTRON SE zurechenbar ist, in TEUR

 

-145.436 79.536 192.496
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien
zum Zweck der Berechnung des Ergebnis des Aktie

 

100.805.804 100.530.006 99.871.834

Unverwässertes Ergebnis je Aktie in (EUR)

-1,44 0,79 1,93

Verwässertes Ergebnis je Aktie

     

Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss, der den Gesellschaftern der AIXTRON SE zurechenbar ist, in TEUR

-145.436 79.536 192.496
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien
zum Zweck der Berechnung des Ergebnis des Aktie

 

100.805.804 100.530.006 99.871.834

Verwässerungseffekt von Aktienoptionen

0 1.304.711 1.874.632
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien
zum Zweck der Berechnung des Ergebnis des Aktie (verwässert)

 

100.805.804 101.834.717 101.746.466
 Verwässertes Ergebnis je Aktie in (EUR) -1,44 0,78 1,89

Nachstehende ausgegebene Wertpapiere wurden bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht berücksichtigt, da ihr Effekt der Verwässerung entgegenwirken würde:

Anzahl der Aktien 2012 2011 2010

Aktienoptionen

3.366.396 2.305.590 2.323.928

Beitragsorientierte Pläne

Die Gesellschaft gewährt ihren berechtigten Arbeitnehmern Zuschüsse zu Altersversorgungsmaßnahmen im Rahmen von verschiedenen beitragsorientierten Pensionsplänen. Die im Rahmen dieser Verträge anfallenden Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf zwei Pensionspläne bei Tochtergesellschaften. Die einzuzahlenden Beträge dürfen 10% des Grundgehalts der teilnahmeberechtigten Mitarbeiter nicht übersteigen. Im Geschäftsjahr 2012 belief sich der Aufwand aus Beitragszahlungen im Rahmen von beitragsorientierten Plänen auf TEUR 1.712 (2011: TEUR 1.338, 2010: TEUR 1.152).

Zusätzlich zu diesen Altersvorsorgemaßnahmen ist die Gesellschaft in den meisten Ländern, in denen sie tätig ist, verpflichtet, Beiträge in staatliche Rentenversicherungssysteme zu leisten. Dabei ist ein bestimmter Prozentsatz der Lohn- und Gehaltskosten als Beitrag zu zahlen. Die Verpflichtung der Gesellschaft besteht allein in der Zahlung der Beiträge.

Leistungsorientierte Pläne

Im Rahmen leistungsorientierter Altersversorgungspläne bestehen bei der Gesellschaft Verpflichtungen gegenüber zwei ehemaligen Vorstandsmitgliedern der AIXTRON SE. Dabei handelt es sich um Endgehaltspläne.

Im Rahmen dieser Pensionspläne wurden weder im Geschäftsjahr 2012 noch in den drei vorangegangenen Jahren Zahlungen getätigt. Der Wert der Pensionsverpflichtungen wird jährlich zum 31. Dezember ermittelt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden diese Pensionsverpflichtungen an eine Versicherungsgesellschaft übertragen. Der daraus resultierende Versicherungsvertrag wird gemäß IAS 19.104 als Planvermögen angesetzt. Nach der Übertragung der Pensionsverpflichtungen auf die Versicherungsgesellschaft beträgt die garantierte Rentensteigerung nur noch 1%. Die Gesellschaft erwartet keine weiteren Verpflichtungen aus diesen Verträgen.

Entwicklung des Barwertes der Nettoverpflichtung

in Tausend EUR
2012 2011 2010

Barwert der Nettoverpflichtungen am 1. Januar

1.024 1.048 1.064
Zinsaufwand 54 51 0

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

388 -58 0

Abgeltung

0 -17 -16

Barwert der Nettoverpflichtungen am 31. Dezember

1.466 1.024 1.048

Entwicklung der Pensionsrückstellung zum 31.12.

in Tausend EUR
2012 2011 2010 2009 2008

Barwert der Nettoverpflichtungen

1.466 1.024 1.048 1.064 845

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

-1.466 -1.024 -1.031 0 0

Pensionsrückstellung

0 0 17 1.064 845

In der Konzern-GuV erfasster Aufwand

in Tausend EUR 2012 2011 2010

Zinsaufwand

0 0 54

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

0 -17 812
  0 -17 866

Entwicklung des Planvermögens

in Tausend EUR 2012 2011 2010

1. Januar

1.024 1.031 0

Beiträge der finanzierenden Gesellschaften

0 0 1.913

Erträge aus dem Planvermögen

54 51 0

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

388 -58 -882
  1.466 1.024 1.031

Der Ertrag in Höhe von TEUR 0 im Geschäftsjahr 2012 (2011: Ertrag TEUR 17, 2010: Aufwand TEUR 866,) wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen:

  2012 2011

Biometrische Berechnungsannahmen

Heubeck Richttafeln 2005 G

Heubeck Richttafeln 2005 G

Zinssatz am 31. Dezember

3,30% 5,20%

Erwartete Gehaltssteigerungen

0,00% 0,00%

Erwartete Rentensteigerungen

1,00% 1,00%

Erwartete Rendite auf das Planvermögen

3,30% 5,20%

Die Gesellschaft verfügt über verschiedene Aktienoptionsprogramme, nach denen Stammaktien und AIXTRON American Depository Shares (ADS) an Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft ausgegeben werden können. Jede AIXTRON ADS repräsentiert das wirtschaftliche Eigentum an einer AIXTRON Stammaktie. Im Folgenden werden diese Pläne erläutert:

AIXTRON Aktienoptionsprogramm 1999

Im Mai 1999 wurden Optionen zum Erwerb von 3.000.000 Stammaktien genehmigt (nach Inkrafttreten von Kapitalerhöhungen, Aktiensplitts und der Euro-Umstellung). Die Aktienoptionen können letztmalig nach Ablauf von 15 Jahren seit ihrer Ausgabe ausgeübt werden. Gemäß den Bedingungen des Programms von 1999 werden Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag gewährt. Im Rahmen dieses Programms waren zum 31. Dezember 2012 1.092.734 Optionen für den Kauf von 1.755.762 Stammaktien im Umlauf.

AIXTRON Aktienoptionsprogramm 2002

Im Mai 2002 wurden Optionen zum Erwerb von 3.511.495 Stammaktien genehmigt. Die Optionen sind in gleichen Tranchen zu je 25% pro Jahr mit Ablauf des zweiten Jahres nach Gewährung ausübbar. Die Optionen verfallen zehn Jahre nach ihrer Gewährung. Gemäß den Bedingungen des Programms von 2002 werden die Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag gewährt, zuzüglich einer Prämie von 20% des durchschnittlichen Schlusskurses. Es wurden keine Optionen zu einem Ausübungspreis unterhalb des Marktwerts gewährt. Zum 31. Dezember 2012 waren im Rahmen dieses Programms insgesamt 367.684 Optionen für den Kauf von ebenso vielen Stammaktien im Umlauf.

AIXTRON Aktienoptionsprogramm 2007

Im Mai 2007 wurden Aktienoptionen zum Ankauf von 3.919.374 Stammaktien ausgegeben. Die Hälfte der zugeteilten Aktienoptionen kann dabei nach einer Wartezeit von mindestens zwei Jahren ausgeübt werden, weitere 25% nach mindestens drei Jahren und die verbleibenden 25% nach mindestens vier Jahren. Die Optionen verfallen zehn Jahre nach Gewährung. Gemäß den Bedingungen des Programms von 2007 werden die Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag zuzüglich 20% gewährt. Insgesamt waren am 31. Dezember 2012 2.150.680 Optionen für den Kauf von ebenso vielen Stammaktien im Rahmen dieses Programms im Umlauf.

AIXTRON Aktienoptionsprogramm 2012

Im Mai 2012 wurden Aktienoptionen zum Ankauf von Stammaktien ausgegeben. Die zugeteilten Aktienoptionen können dabei nach einer Wartezeit von mindestens zwei Jahren ausgeübt werden. Die Optionen verfallen zehn Jahre nach Gewährung. Gemäß den Bedingungen des Programms von 2012 werden die Optionen zu einem Preis in Höhe des durchschnittlichen Schlusskurses der letzten 20 Handelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Gewährungstag zuzüglich 30% gewährt. Am 31. Dezember 2012 waren keine Optionen im Rahmen dieses Programms ausgegeben.

Genus Aktienoptionsprogramm 2000

Mit Erwerb der Genus, Inc. übernahm die Gesellschaft das Genus-Incentive-Aktienoptionsprogramm 2000. Am Tag des Unternehmenszusammenschlusses mit der Genus, Inc. waren im Rahmen dieses Plans Optionen genehmigt worden, die zum Erwerb von 2.013.487 AIXTRON ADS berechtigten. Vor dem 3. Oktober 2003 gewährte Optionen haben eine Sperrfrist von drei Jahren und eine Laufzeit von fünf Jahren ab Zeichnungsdatum. Nach dem 3. Oktober 2003 gewährte Optionen haben eine Sperrfrist von vier Jahren und eine Laufzeit von zehn Jahren ab Zeichnungsdatum. Weitere Ausübungsbedingungen bestehen nicht.

Insgesamt waren am 31. Dezember 2012 6.610 Optionen für den Bezug von AIXTRON ADS im Rahmen dieses Programms ausstehend. Ausgeübte Optionen werden aus den im Trust befindlichen Aktien (siehe Anmerkung 20) bedient.

Zusammenfassung der Aktienoptionsgeschäfte

AIXTRON Aktienoptionen

 

Anzahl der Aktien

Durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR)

Anzahl der Aktien

Durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR)

  2012 2011
Stand am 1. Januar 4.519.641 21,06 5.154.752 19,17
Im Berichtsjahr gewährt 31.000 15,75 14.000 12,55
Im Berichtsjahr ausgeübt 185.496 4,79 609.661 5,21
Im Berichtsjahr verwirkt 91.019 23,29 39.450 16,10
Ausstehend am Periodenende 4.274.126 21,68 4.519.641 21,06
Ausübbar am Periodenende 937.426 23,24 1.468.398 25,78


Genus Aktienoptionen

 

Anzahl der Aktien

Durchschnittlicher Ausübungspreis (USD)

Anzahl der Aktien

Durchschnittlicher Ausübungspreis (USD)

  2012 2011

Stand am 1. Januar

6.610 7,44 6.610 7,44

Im Berichtsjahr ausgeübt

 0  0  0 0

Ausstehend am Periodenende

6.610 7,44 6.610 7,44

Ausübbar am Periodenende

6.610 7,44 6.610 7,44

AIXTRON Aktienprogramm am 31. Dezember 2012

Ausübungspreis (EUR) Anzahl der potenziellen Aktien aus ausstehenden Optionen Anzahl der auf ausübbare Optionen entfallenden Aktien Durchschnittliche Restlaufzeit (in Jahren)
18,70 406.824 406.824 1,5
67,39 386.808 386.808 2,5
26,93 382.900 0 3,5
7,48 579.230 0 4,5
3,10 30.150 30.150 0,5
6,17 75.884 75.884 1,5
3,83 261.650 261.650 3,5
10,09 309.300 309.300 5,0
4,17 327.480 245.610 6,0
24,60 723.050 361.525 7,0
26,60 745.850 0 8,0
12,55 14.000 0 9,0
15,75 31.000 0 10,0
  4.274.126 2.077.751  

Genus Aktienprogramm am 31. Dezember 2012

Durchschnittllicher
Ausübungspreis (USD)

 

Ausstehend

Ausübbar

Durchschnittliche Restlaufzeit (in Jahren)
3,55 1.000 1.000 1,9
7,20 4.590 4.590 1,3
12,35 1.020 1.020 0,9
  6.610 6.610  

Bewertungsannahmen zur Ermittlung der Zeitwerte
der Aktienoptionen und des Aufwands aus Aktienoptionen

Der beizulegende Zeitwert von Personalleistungen wird mit dem Zeitwert der im Gegenzug für die erbrachte Leistung gewährten Aktienoptionen bewertet. Der Zeitwert der Aktienoptionen wird anhand eines Binomialmodells ermittelt. Dabei werden gemäß den Anwendungsvorschriften von IFRS 2 nur die Optionen bewertet, die nach 7. November 2002 ausgegeben wurden. Im Geschäftsjahr 2012 ergab sich ein Personalaufwand aus Aktienoptionen, aller anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, in Höhe von TEUR 3.453 (2011: TEUR 5.064, 2010: TEUR 3.645). Zum 31. Dezember 2012 ist für die zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Optionen Aufwand in Höhe von TEUR 2.567 noch nicht erfasst. Dieser Aufwand wird bis zum Geschäftsjahr 2016 als Personalaufwand erfasst werden, und zwar in 2013 voraussichtlich TEUR 1.819, in 2014 voraussichtlich TEUR 651, in 2015 voraussichtlich TEUR 95 und in 2016 voraussichtlich TEUR 2.

AIXTRON Aktienoptionen gewährt

  in 2012 in 2011 in 2010
Zeitwert zum Zusagezeitpunkt 4,66 € 3,22 € 8,87 €
Preis je Aktie 12,74 € 9,95 € 23,54 €
Ausübungspreis 15,75 € 12,55 € 26,60 €
Erwartete Volatilität 55,96 % 59,03 % 58,02 %
Laufzeit der Option 10,0 Jahre 10,0 Jahre 10,0 Jahre
Erwartete Dividendenzahlungen 0,33 € 0,38 € 0,55 €
Risikoloser Zinssatz 1,47% 2,02% 2,62%

Die erwartete Volatilität wird aus der historisch beobachteten Volatilität abgeleitet.

Entwicklung und Zusammensetzung der Rückstellungen:

in Tausend EUR 01.01. 2012 Wechselkurs-differenz Inanspruch-
nahme
Auflösung Zuführung 31.12.
2012
kurzfristig langfristig
Personal 14.407 -56 11.466 2.015 7.374 8.244 3.289 0
Gewährleistungen 3.579 -23 3.135 96 5.927 6.252 5.262 990
Drohverlust 416  0 19 399 4.671 4.669 4.669 0
Provisionen 6.538 -3 5.543 0 1.178 2.170 2.170 0
Sonstige 11.618 -92 9.047 148 5.744 8.075 7.859 216
Summe 36.558 -174 29.210 2.658 24.894 29.410 28.204 1.206

 

in Tausend EUR 01.01.
2011
Wechselkurs-differenz Inanspruch-
nahme
Auflösung Zuführung 31.12.
2011
kurzfristig langfristig
Personal 14.709 194 12.448 1.272 13.224 14.407 14.407 0
Gewährleistungen 7.709 28 4.295 1.021 1.158 3.579 3.579 0
Drohverlust 752 8 269 75 0 416 416 0
Provisionen 9.608 -7 6.008 73 3.018 6.538 6.538 0
Sonstige 10.758 39 7.835 270 8.926 11.618 11.618 0
Summe 43.536 262 30.855 2.711 26.326 36.558 36.558 0

Personalrückstellungen

Die Personalrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub, Gehaltskosten und Boni als finanzielle Verbindlichkeiten.

Drohverlustrückstellungen

Die Drohverlustrückstellungen beinhalten Rückstellungen im Zusammenhang mit vertraglichen Vereinbarungen, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung den zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzen des Vertrages übertreffen. Dies betrifft im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen von Materialen die über dem prognostizierten zukünftigen Bedarf liegen.

Provisionen

Provisionen werden als finanzielle Verbindlichkeiten erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen die geschätzten Aufwendungen für empfangene Dienstleistungen. Von Rückstellungen die sowohl zum 31. Dezember 2012 und zum 31. Dezember 2011 bestehen und deren Auflösung vorgesehen ist wird erwartet, dass sie bei der Zurechnung zu kurzfristigen Rückstellungen innerhalb eines Jahres oder bei langfristigen Rückstellungen innerhalb des zweiten Jahres nach dem jeweiligen Bilanzstichtage aufgelöst werden.

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 2012 2011

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

9.683 20.527

Sonstige Verbindlichkeiten aus Zuschüssen

1.740 1.466

Verbindlichkeiten Lohn- und Kirchensteuer, Sozialversicherung

981 754

Verbindlichkeiten Umsatzsteuer

739 85
Als effektiv eingestufte derivative Finanzinstrumente, zum beizulegenden
Zeitwert bewertet

 

 0  0
Devisentermingeschäfte 0 0

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

 0 0

Fremdwährungsoptionen

0 17.354

Sonstige Verbindlichkeiten

323 417
  3.783 20.076
  13.466 40.603

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht annähernd ihrem Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zuschüssen, Steuern und sonstige Verbindlichkeiten haben in der Regel ein Zahlungsziel von 90 Tagen nach Eingang der betreffenden Ware oder Erhalt der Dienstleistung. Die Fälligkeiten von Fremdwährungsgeschäften sind in Anmerkung 26 dargestellt.

Näheres zu den wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätzen und -methoden, die als Bewertungsgrundlagen zur Erstellung des Jahresabschlusses angewandt wurden, und die sonstigen Rechnungslegungsgrundsätze, die relevant für ein Verständnis des Abschlusses sind, sind aus Anmerkung 2 ersichtlich.

Ziele des Kreditrisikomanagements

Die Gesellschaft versucht, die Effekte aus allen Risiken, die aufgrund von finanziellen Transaktionen auftreten könnten, zu minimieren. Wichtigste Aspekte sind dabei die Aufdeckung der Liquiditäts-, Kredit-, Zins- und Währungsrisiken, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben können.

Der Vorstand der AIXTRON SE koordiniert den Zugang zu nationalen und internationalen Finanzinstitutionen. Darüber hinaus überwacht und verwaltet er mittels interner Risikoberichte die finanziellen Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Das Berichtswesen analysiert die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Ausmaß der jeweiligen Risiken. Diese Risiken umfassen alle Aspekte des Unternehmens, einschließlich der finanziellen Risiken. Das Risikomanagement-System entspricht den Empfehlungen zur Unternehmensführung, wie sie im Deutschen CORPORATE GOVERNANCE Kodex spezifiziert sind.

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Wechselkursrisiken genutzt.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, ihren bestehenden oder zukünftigen Verpflichtungen aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von flüssigen Mitteln nachzukommen. Die Steuerung von Liquiditätsrisiken ist eine der zentralen Aufgaben der AIXTRON SE. Auf der Grundlage einer regelmäßigen Finanz- und Liquiditätsplanung werden die Zahlungsfähigkeit und die damit verbundene Flexibilität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt.

Zum 31. Dezember 2012 hatte die Gesellschaft keine Bankverbindlichkeiten (2011: TEUR 0). Finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.466 (2011 TEUR 40.603) bestanden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten, die alle innerhalb eines Jahres fällig sind. Diese sind zusammen mit einer Analyse der Laufzeiten aus Anmerkung 25 ersichtlich.

Zum 31. Dezember 2012 hielt die Gesellschaft TEUR 99.734 an liquiden Mitteln (2011 TEUR 172.892) sowie Festgelder bei Banken in Höhe von TEUR 109.756 (2011 TEUR 122.323).

Bonitätsrisiko

Finanzielle Vermögenswerte, die einem allgemeinen Bonitätsrisiko ausgesetzt sind, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe Anmerkung 17) sowie liquide Mittel.

Der Konzern hält seine liquiden Mittel bei Banken mit einer guten Bonität. Das zentrale Management der Gesellschaft führt eine Risikoeinschätzung für jedes Finanzinstitut durch, mit dem Geschäftsbeziehungen unterhalten werden, und setzt auf dieser Grundlage Kreditlinien bei den einzelnen Finanzinstituten fest. Zur Minimierung des Ausfallrisikos und Steuerung von Risikokonzentrationen werden diese Kreditlinien von Zeit zu Zeit einer Prüfung unterzogen.

Das maximale Engagement der Gesellschaft im Hinblick auf das Kreditrisiko ist der Gesamtbetrag der Forderungen, Finanzanlagen und Barguthaben, wie sie in den Anmerkungen 17, 18 und 19 beschrieben werden.

Forderungen die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden können, maximal bis zu ihrem beizulegenden Zeitwert auf das Kreditrisiko angerechnet werden. Es werden keine Derivate oder ähnliche Instrumente zur Reduzierung des Kreditrisikos eingesetzt und es hat keine einfache oder kumulative Veränderung des beizulegenden Zeitwertes im Geschäftsjahr gegeben der dem Kreditrisiko zurechenbar wäre.

Marktrisiko

Durch ihre Geschäftsaktivitäten ist die Gesellschaft Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zinsänderungsrisiken sind als nicht wesentlich einzustufen, da die Gesellschaft nur in geringer Höhe Zinserträge erwirtschaftet. Das Unternehmen verwendet keine derivativen Finanzinstrumente, um Zinsrisiken zu steuern. Termingelder werden bei den Banken des Unternehmens zu den üblichen Marktzinssätzen abgeschlossen, die bei der Anlage der Mittel für den jeweiligen Zeitraum und die Währung gültig sind. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich in der Einschätzung, Bewertung und Steuerung von Marktrisiken keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Fremdwährungsrisiken

Zur Absicherung des Wechselkursrisikos verwendet das Unternehmen verschiedene Arten von derivativen Finanzinstrumenten. Dies umfasst auch Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Wechselkursrisikos aus dem Export von Anlagen. Die wesentlichen Risiken für das Unternehmen ergeben sich aus Wechselkursschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und GB-Pfund.

Die Buchwerte der zum Stichtag in Fremdwährung ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR

Verbindlichkeiten

Vermögenswerte

  2012 2011 2012 2011

US-Dollar

(43.342) (57.687) 72.064 119.581

GB-Pfund

(2.168) (7.242) 17.124 41.748

Wechselkursrisiken werden regelmäßig überprüft und durch eine Sensitivitätsanalyse des Unternehmens überwacht.

Fremdwährungssensitivitätsanalyse

Das Unternehmen ist durch seine weltweiten Aktivitäten hauptsächlich dem Wechselkursrisiko durch US-Dollar und Pfund Sterling ausgesetzt.

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Unternehmens für den Fall einer 10%igen Wertänderung des Euros gegenüber dem US-Dollar und dem Pfund Sterling. Eine positive Zahl weist auf einen Anstieg des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals, eine negative Zahl auf einen Rückgang des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals hin.

Wertanstieg des Euro um 10%

USD-Währungseffekt

in Tausend EUR

2012 2011

Gewinn oder Verlust

1.266 5.389

Sonstiges Ergebnis

- 9.189

 

Wertverlust des Euro um 10%

USD-Währungseffekt

in Tausend EUR

2012 2011

Gewinn oder Verlust

-1.266 -3.716

Sonstiges Ergebnis

- -17.869

Der Ergebniseffekt der Gewinne und Verluste aus Währungseffekten ergibt sich aus der asymmetrischen Validierung von Optionskontrakten.

Die Sensitivitätsanalyse repräsentiert ausschließlich das Wechselkursrisiko zum Bilanzstichtag. Sie ermittelt sich aus einer 10%igen Neubewertung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, welche zum 31. Dezember auf US-Dollar lauten. Die Sensitivitätsanalyse beschreibt den Effekt, der sich aus einer 10%igen Abweichung des Wechselkurses zum am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs ergibt. Sie gibt nicht den Effekt einer nachhaltigen 10%igen Veränderung der Wechselkurse über das gesamte Geschäftsjahr wieder.


Devisentermingeschäfte

Devisentermingeschäfte werden gelegentlich mit Banken abgeschlossen, um mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete künftige Zahlungszuflüsse in US-Dollar abzusichern.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die zum Bilanzstichtag bestehenden Verträge aus Devisentermingeschäften:

 

Fremdwährung

Vertragssumme

Zeitwert
     

Vermögen

Schulden
  2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
  TUSD TUSD TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Cashflow-Hedges

               
Optionen zum Verkauf von Euro und Ankauf von US-Dollar                

Weniger als 3 Monate

- 96.000 - 70.996 - - - (3.066)

3 bis 12 Monate

- 201.000 - 148.774 - - - (6.240)

Hedges über die Gewinn- und Verlustrechnung

               
Optionen zum Verkauf
von US-Dollar und Ankauf
von Euro

 

               

Weniger als 3 Monate

- 199.000 - 142.143 - 316 - -

3 bis 12 Monate

- 201.000 - 143.571 - 2.449 - -
Optionen zum Verkauf
von Euro und Ankauf
von US-Dollar

 

               

Weniger als 3 Monate

- 103.000 - 76.223 - - - (936)

3 bis 12 Monate

- - - - - - - (7.112)

 

Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung (CashFlow-Hedges)

Zum 31. Dezember 2012 bestehen unrealisierte Gewinne aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 0 (2011: TEUR 6.438), die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst sind.

Die zum 31. Dezember 2011 im Eigenkapital erfassten, nicht realisierten Verluste in Höhe von TEUR 6.438 (nicht realisierte Verluste 31. Dezember 2010: TEUR 340) wurden mit Fälligkeit der Verträge im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst. Die in 2012 tatsächlich aus Kurssicherungsgeschäften realisierten Verluste betragen TEUR 8.531 (2011: Gewinn TEUR 6.874).

Fremdwährungsoptionsgeschäfte

Zum 31. Dezember 2012 bestehen keine Optionsverträge.

Des Weiteren hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 Optionsverträge zur Absicherung des Wechselkursrisikos aus Zahlungsmittelzuflüssen in US-Dollar aus Umsatzerlösen in 2012 abgeschlossen. Die Verträge werden als erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet eingestuft.

Nicht realisierte Verluste aus Devisentermingeschäften und Optionen in Höhe von TEUR 0 (2011 TEUR 5.461) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Zum Bilanzstichtag 31.12. 2011 hielt AIXTRON eine Reihe von Kauf- und Verkaufsoptionen in US-Dollar mit gleichen Volumen und Laufzeiten und gegenläufigen Ausübungspreisen. Angesichts der Erwartung, dass der innere Wert dieser Optionen sich gegenseitig ausgleicht und in dem Umfang wie diese zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter zukünftiger Zahlungsmittelzuflüsse dienen, sind diese als Cash Flow Hedges zu designieren und werden nach IAS 39 bilanziert.

Beizulegender Zeitwert

Liquide Mittel, Kredite und Forderungen und bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Schulden und derivative Finanzinstrumente werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" sind abgegrenzte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Diese resultieren aus der Differenz zwischen der Bewertung zum beizulegendem Zeitwert der Umsätze (Anmerkung 3) und dem in Rechnung gestellten Betrag. Der beizulegende Zeitwert entspricht Stufe 2 in der Hierarchie der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts.

Die in der Bilanz ausgewiesenen beizulegenden Zeit- und Buchwerte der Finanzinstrumente werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Finanzielle Vermögenswerte sind in Kategorien eingeteilt:

 

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 2012

in Tausend EUR

Liquide Mittel

Kredite und Forderungen

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanz-
investitionen
Erfolgswirksam zum beizu-
legenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente

Gesamtbuch- werte und beizulegende Zeitwerte

 

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Beizulegender Zeitwert

 Beizulegender Zeitwert  

Liquide Mittel

99.734 0 0 0 0 99.734
Zeitwerte von
Finanzderivaten

 

0 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte

 

0 0 109.756 0 0 109.756

Sonstige langfristige Vermögenswerte

0 677 0 0 0 677
Forderungen
aus Lieferungen
und Leistungen

 

0 29.683 0 7.608 0 37.291
Gesamt 99.734 30.360 109.756 7.608 0 247.458

Fortgeführte Anschaffungskosten

99.734 30.360 109.756  0  0 239.850

Beizulegender Zeitwert

 0  0  0 7.608 0 7.608

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 2012

in Tausend EUR

Liquide Mittel

Kredite und Forderungen

Sonstige Verbindlich-keiten

Erfolgswirksam zum beizu-
legenden Zeitwert

 

Derivative Finanz-
instrumente

 

Gesamtbuch- werte und beizulegende Zeitwerte

 

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Beizulegender Zeitwert

Beizulegender Zeitwert

 
Zeitwerte von
Finanzderivativen

 

0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen

 

0 0 9.683 0 0 9.683

Erhaltene Anzahlungen (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7)

0 0 45.969 0 0 45.969

Gesamt

0 0 55.652 0 0 55.652
Fortgeführte Anschaffungskosten 0 0 55.652 0 0 55.652

Beizulegender Zeitwert

0 0 0 0 0 0

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE 2011

in Tausend EUR

Liquide Mittel

Kredite und Forderungen

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanz-
investitionen

 

Erfolgswirksam zum beizu-
legenden Zeitwert

 

Derivative Finanz-
instrumente

 

Gesamtbuch- werte und beizulegende Zeitwerte

 

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Beizulegender Zeitwert

Beizulegender Zeitwert

 

Liquide Mittel

172.892 0 0 0 0 172.892
Zeitwerte von
Finanzderivaten

 

0 0 0 2.765 0 2.765
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte

 

0 0 122.323 0 0 122.323

Sonstige langfristige Vermögenswerte

0 720 0 0 0 720
Forderungen
aus Lieferungen
und Leistungen

 

0 78.630 0 0 0 78.630
Gesamt 172.892 79.350 122.323 2.765 0 377.330

Fortgeführte Anschaffungskosten

172.892 79.350 122.323 0 0 374.565

Beizulegender Zeitwert

0 0 0 2.765 0 2.765

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 2011

in Tausend EUR

Liquide Mittel

Kredite und Forderungen

Sonstige Verbindlich-keiten

Erfolgswirksam zum beizu-
legenden Zeitwert

 

Derivative Finanz-
instrumente

 

Gesamtbuch- werte und beizulegende Zeitwerte

 

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Beizulegender Zeitwert

Beizulegender Zeitwert

 
Zeitwerte von
Finanzderivativen

 

0 0 0 8.047 9.307 17.354

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

0 0 20.527 0 0 20.527

Erhaltene Anzahlungen (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7)

0 0 64.900 0 0 64.900
Gesamt 0 0 85.427 8.047 9.307 102.781
Fortgeführte Anschaffungskosten 0 0 85.427 0 0 85.427

Beizulegender Zeitwert

0 0 0 8.047 9.307 17.354

Leasingverhältnisse als Leasingnehmer

Die Leasingzahlungen im Rahmen unkündbarer Operating-Leasingverhältnisse haben folgende Fälligkeiten:

in Tausend EUR
 
Bis zu einem Jahr 3.583
Nach einem Jahr bis zu fünf Jahren 6.077
nach fünf Jahren 440
  10.100

Die Gesellschaft mietet bestimmte Büro- und Produktionsgebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fahrzeuge im Rahmen verschiedener Operating-Leasingvereinbarungen. Für den wesentlichen Teil der Leasingvereinbarungen über Büro- und Produktionsgebäude bestehen Mietverlängerungsoptionen seitens der Gesellschaft. Die Leasingvereinbarungen haben in der Regel eine Laufzeit zwischen eins und 15 Jahren. In keinem der Leasingverhältnisse sind bedingte Mietzahlungen vorgesehen.

Die gesamten Aufwendungen für Leasingverträge beliefen sich auf TEUR 4.393, TEUR 4.490 bzw. TEUR 3.959 für die Geschäftsjahre 2012, 2011 bzw. 2010.

Zum 31. Dezember 2012 weist die Gesellschaft ein Bestellobligo für die nächsten zwölf Monate in Höhe von TEUR 33.860 (2011: TEUR 69.029) aus. Die Verpflichtungen aus Investitionen in den folgenden zwölf Monaten betragen zum 31. Dezember 2012 TEUR 437 (2011: TEUR 4.164) und betreffen ausschließlich Sachanlagen.

Im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs ist AIXTRON gelegentlich Partei in Rechtsstreitigkeiten oder kann mit Klagen bedroht werden. Der Vorstand analysiert diese Sachverhalte regelmäßig unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten einer Abwendung und der Abdeckung möglicher Schäden durch Versicherungen und bildet, wenn nötig, angemessene Rückstellungen. Es wird nicht erwartet, dass derartige Sachverhalte einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage haben werden.

Das in 2008 eröffnete Gerichtsverfahren zwischen der International Rectifier Corporation (IRC) mit Sitz in El Segundo, Kalifornien, USA und der AIXTRON SE wurde am 24. Januar 2011 durch eine Vergleichsvereinbarung beigelegt. IRC nimmt die gegen AIXTRON erhobene Klage und finanzielle Forderungen im Gegenzug für die Offenlegung bestimmter Zeugenaussagen durch AIXTRON zurück. Auf Anfrage der International Rectifier Corporation hat das Gericht die Klage gegen AIXTRON abgewiesen. Es bestehen keine weiteren Ansprüche.

Identität von nahe stehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahe stehenden Personen der Gesellschaft gehören die Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder.

Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit zuständig. Er berät und überprüft die Vergütung regelmäßig auf ihre Angemessenheit.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der AIXTRON SE orientiert sich an der wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie den Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch an der üblichen Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen wie auch an der Vergütungsstruktur, die ansonsten im Unternehmen gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Erfahrung und persönliche Leistung sowie die langfristige Bindung an das Unternehmen bei der Bemessung der Vergütung berücksichtigt.


Die Vorstandsvergütung besteht aus drei Komponenten: einer festen Vergütung (einschließlich Sachbezügen und Zuschüssen für eine private Altersvorsorge), einem variablen Bonus und einer optionalen aktienbasierten Vergütung.


Für die feste Vergütung ist im Vorstandsdienstvertrag ein Jahreseinkommen festgelegt. Das Fixum als erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich (13-mal pro Jahr) als Gehalt ausgezahlt. Hinzu kommen Sachbezüge, im Wesentlichen aus der Dienstwagenbenutzung, sowie Zuschüsse für eine private Altersversorgung.

Der variable Bonus orientiert sich am Konzernjahresüberschuss. Er wird aus einem „Gesamttantiemetopf" gezahlt, der insgesamt bis zu 10 % des modifizierten Konzernjahresüberschusses, jedoch maximal EUR 6,5 Mio., ausmachen kann. Der modifizierte Konzernjahresüberschuss ergibt sich aus dem vom Abschlussprüfer testierten Konzernabschluss (IFRS) der Gesellschaft, vermindert um einen Konzern-Verlustvortrag und um Beträge, die nach Gesetz oder Satzung im Jahresabschluss der AIXTRON in Gewinnrücklagen einzustellen sind. Der Konzern-Verlustvortrag ergibt sich aus Konzernjahresfehlbeträgen aus Vorjahren, vermindert um Konzernjahresüberschüsse aus darauf folgenden Geschäftsjahren.

Zusätzlich können die Mitglieder des Vorstands als variable Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter eine aktienbasierte Vergütung in Form von Optionsrechten aus den Aktienoptionsprogrammen der AIXTRON beziehen. Die Aktienoptionsprogramme, einschließlich der Ausübungshürden, werden jeweils in der Hauptversammlung beschlossen. Die Anzahl der Optionsrechte für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Eine genaue Auflistung der ausstehenden Vorstandsoptionen sowie eine Erläuterung zu den einzelnen Aktienoptionsprogrammen befinden sich weiter unten.

Die Angemessenheit der vorstehenden Vergütungsleistungen wird regelmäßig durch den Aufsichtsrat überprüft. Dabei wird auch darauf geachtet, dass diese nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten.


Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Vorstandsmandats aufgrund Widerrufs der Bestellung erhält das Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages von der Gesellschaft voraussichtlich geschuldeten festen und variablen Bezüge, maximal jedoch in Höhe von zwei Jahresbezügen (Abfindungs-Cap). Über diese Abfindung hinausgehende Leistungen sind ausgeschlossen.

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Vorstandsmandats und einvernehmlicher Aufhebung des Anstel-lungsvertrags darf der Gesamtwert der von der Gesellschaft im Rahmen einer solchen Vereinbarung gegenüber dem Vorstandsmitglied zugesagten Leistungen den Wert der Abfindung, den das Vorstandsmitglied bei Widerruf der Bestellung erhalten würde unter Berücksichtigung des Abfindungs-Caps nicht überschreiten.

Bei Beendigung der Tätigkeit aufgrund Kündigung des Vorstandsmitglieds wegen Vorliegens eines sogenannten „Change of Control"-Tatbestandes erhält das Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages von der Gesellschaft voraussichtlich geschuldeten festen und variablen Bezüge, maximal aber in Höhe des Abfindungs-Caps von zwei Jahresbezügen. Über diese Abfindung hinausgehende Leistungen sind ausgeschlossen. Ein „Change of Control"-Tatbestand im vorgenannten Sinne liegt vor, wenn ein Dritter oder eine Gruppe von Dritten, die ihre Anteile vertraglich zusammenlegen, um dann als ein Dritter aufzutreten, mehr als 50% des Grundkapitals der Gesellschaft direkt oder indirekt hält bzw. halten.

Die Vorstandsmitglieder verfügen nicht über individuelle Pensionszusagen, daher werden für sie keine Pensionsrückstellungen gebildet. Auch erhalten sie keine Kredite von der Gesellschaft.

Das bisher bestehende Vergütungssystem gemäß § 120 Abs. 4 AktG wurde von der Hauptversammlung am 18. Mai 2010 gebilligt.

In seiner Sitzung vom 5. Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat beschlossen, den zum 31. März 2013 auslau-fenden Vorstandsvertrag des Finanzvorstands Wolfgang Breme erneut um drei Jahre, bis zum 31. März 2016, zu verlängern. In diesem Zusammenhang wurde auch der Beschluss über eine neue Vergütungsstruktur für diesen und zukünftige Vorstandsverträge gefasst.

Die neue Vergütungsstruktur  sieht vor, den variablen Bonus – der wie bislang auch aus einem „Gesamt-tantiemetopf" gezahlt wird, welcher sich weiterhin nach den bisherigen, oben dargestellten Grundsätzen bemisst – zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien zu leisten. Der auf den Aktienanteil entfallende Betrag der Tantieme wird in eine ganze Zahl von Aktien der Gesellschaft umgerechnet und am dritten Bankarbeitstag nach der ordentlichen Hauptversammlung im dritten Geschäftsjahr nach Gewährung an das Vorstandsmitglied übertragen. Die Zahl der als Aktienanteil zu gewährenden Aktien wird dabei festgelegt nach dem Schlusskurs der Aktie am dritten Bankarbeitstag nach der ordentlichen Hauptversammlung, welcher der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vorgelegt wird, für das die Tantieme gewährt wird. Der Aktienanteil wird aus eigenen Aktien der Gesellschaft gewährt.

Mit dieser Vergütungsregelung nimmt das Vorstandsmitglied während der mehrjährigen Wartefrist nicht nur an positiven, sondern auch an negativen Entwicklungen des Aktienkurses teil, und es wird die Ausrichtung der variablen Vergütungsbestandteile auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gestärkt; daher hat der Aufsichtsrat beschlossen, entsprechende Vergütungsregelungen auch in künftige Vorstandsverträge (bei deren Neuabschluss oder Verlängerung) aufzunehmen. Für das Vorstandsmitglied Wolfgang Breme gilt die dargestellte Neuregelung zur hälftigen Zahlung des variablen Bonus in Aktien bereits mit Wirksamwerden seines neuen Vorstandsvertrags ab dem 1. April 2013.


Am 18. Februar 2013 wurde Herr Martin Goetzeler zum neuen Vorstandsmitglied der AIXTRON SE bestellt, er tritt sein Amt zum 1. März 2013 an. Sein Vorstandsvertrag enthält ebenfalls bereits eine Vergütungsregelung, die der dargestellten neuen Vergütungsstruktur entspricht.

Das geänderte Vergütungssystem wird der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 zur Billigung vorgelegt.

 

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats regelt § 17 der Satzung der AIXTRON SE.

Danach beträgt die jährliche feste Vergütung für das einzelne Mitglied des Aufsichtsrats EUR 25.000, für den Vorsitzenden das Dreifache dessen und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Aufsichtsratsmitglieds. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten als variable Vergütung insgesamt 1% des Bilanzgewinns der Gesellschaft, vermindert um einen Betrag von 4% der auf das Grundkapital geleisteten Einlage. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält 6/17, der stellvertretende Vorsitzende 3/17 und ein Mitglied des Aufsichtsrats 2/17 der variablen Vergütung. Die Höhe der variablen Vergütung wird auf das Vierfache der Festvergütung je Aufsichtsratsmitglied begrenzt. Ferner erhalten Ausschussmitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.000 für die Teilnahme an einer Ausschusssitzung; dabei erhält der Vorsitzende des Ausschusses das Dreifache dessen. Das Sitzungsgeld ist in der Summe pro Jahr je Aufsichtsratsmitglied auf das Eineinhalbfache der jeweiligen festen Vergütung dieser Person beschränkt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten vom Unternehmen keine Kredite.

Sonstiges

Die Gesellschaft hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung abgeschlossen. In Übereinstimmung mit dem durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) geänderten § 93 Abs. 2 AktG sowie der entsprechend angepassten Empfehlung in Ziff. 3.8. DCGK gilt für Vorstands- und ebenso für Aufsichtsratsmitglieder ein Selbstbehalt in Höhe von mindestens 10% des jeweils eingetretenen Schadens, jedoch maximal bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der jeweiligen festen jährlichen Vergütung.

Individualisierte Vergütungsstruktur

Vorstandsvergütung

Die Barvergütung des Vorstands (einschließlich Sachbezügen und Zuschüssen für Altersvorsorge) belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf insgesamt EUR 1.124.274 (2011: EUR 7.623.754; 2010: EUR 7.620.046). Dem Vorstand wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 0 Optionsrechte (2011: 0; 2010: 156.000) zugeteilt. Die Aufteilung auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands in den Jahren 2010 bis 2012 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Vorstandsmitglied Jahr Erfolgs-unabhängige Vergütung1) Variable Vergütung Gesamt-Barver-gütung Anzahl gewährter Optionen Optionswert bei Zuteilung Gesamt-Vorstands-bezüge
    EUR EUR EUR Stk. EUR EUR
Paul Hyland 2012 437.334 0 437.334 0 0 437.334
  2011 436.814 2.888.890 3.325.704 0 0 3.325.704
 bis 28. Februar 2013 2010 434.191 2.888.890 3.323.081 52.000 461.240 3.784.321
Wolfgang Breme 2012 309.413 0 309.413 0 0 309.413
  2011 309.413 1.805.555 2.114.968 0 0 2.114.968
  2010 308.968 1.805.555 2.114.523 52.000 461.240 2.575.763
Dr. Bernd Schulte 2012 377.527 0 377.527 0 0 377.527
  2011 377.527 1.805.555 2.183.082 0 0 2.183.082
  2010 376.887 1.805.555 2.182.442 52.000 461.240 2.643.682
Gesamt 2012 1.124.274 0 1.124.274 0 0 1.124.274
  2011 1.123.754 6.500.000 7.623.754 0 0 7.623.754
  2010 1.120.046 6.500.000 7.620.046 156.000 1.383.720 9.003.766

1)darunter auch Sachbezüge und Zuschüsse zur Altersvorsorge

Insgesamt hielt der AIXTRON Vorstand per 31. Dezember 2012 914.758 Optionen auf den Bezug von 923.516 Aktien der Gesellschaft (31. Dezember 2011: 962.516 Aktien; 31. Dezember 2010: 962.516 Aktien). Der Bestand der den Optionen unterliegenden Aktien setzt sich wie folgt zusammen, wobei die realisierbaren Gewinne aus der Ausübung der Aktienoptionen deutlich von den in der Tabelle genannten Werten abweichen können.

Vorstandsmitglied Zuteilung Aus-
stehend
Aus-
übbar
Optionswert
bei Zuteilung
Ausübungs-
preis
Fälligkeit
    Aktien Aktien EUR EUR  
 Paul Hyland Nov 2010 52.000 0 461.240 26,60 Nov 2020
  Nov 2009

52.000

26.000 448.240 24,60 Nov 2019
  Nov 2008 52.000 39.000 92.040 4,17 Nov 2018
  Dez 2007

52.000

52.000

225.680

10,09

Dez 2017

  Mai 2006

55.000

55.000

84.150

3,83

Nov 2016

 

Mai 2004

35.000

 35.000  107.800  6,17  Nov 2014
 

Mai 2003

 27.500  27.500  48.950  3,10  Nov 2013
   Mai 2002  27.500  0  152.625  7,48  Mai 2017
  Mai 2001 5.000 0 106.500 26,93 Mai 2016
 

Mai 2000

5.400 1.350 114.507 67,39 Mai 2015
 Wolfgang Breme

Nov 2010

52.000 0 461.240 26,60 Nov 2020
 

Nov 2009

52.000 26.000 448.240 24,60 Nov 2019
 

Nov 2008

13.000 0 23.010 4,17 Nov 2018
 

Dez 2007

52.000

52.000 225.680 10,09 Dez 2017
 

Mai 2006

55.000 55.000 84.150 3,83 Nov 2016
 Dr. Bernd Schulte Nov 2010 52.000 0 461.240 26,60 Nov 2020
 

Nov 2009

52.000 26.000 448.240 24,60 Nov 2019
 

Nov 2008

52.000 39.000 92.040 4,17 Nov 2018
  Dez 2007 52.000 52.000 225.680 10,09 Dez 2017
 

Mai 2006

55.000

55.000 84.150 3,83 Nov 2016
  Mai 2004 35.000 35.000 107.800 6,17 Nov 2014
  Mai 2003 0 0 48.950 3,10 Nov 2013
  Mai 2002 27.500 0 152.625 7,48

Mai 2017

 

Mai 2001

5.000 0 106.500 26,93 Mai 2016
 

Mai 2000

2.640 660 55.981 67,39 Mai 2015
 

Mai 1999

2.976 2.976 35.640 18,70 Mai 2014
Gesamt   923.516 579.486      

Der „Optionswert bei Zuteilung" ist gemäß IFRS 2 für nach dem 7. November 2002 ausgegebene Optionen auch Basis für die aufwandswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung. Für vor dem 7. November 2002 ausgegebene Aktienoptionen wurde der Zeitwert nach dem Black-Scholes-Modell ermittelt.

Im Berichtsjahr 2012 haben die Mitglieder des Vorstands 39.000 Optionsrechte ausgeübt (2011: 0; 2010: 0), 0 Optionsrechte sind verfallen (2011: 0; 2010: 0).

Die derzeitigen Mitglieder des Vorstands verfügen nicht über individuelle Pensionszusagen, es werden somit keine Pensionsrückstellungen für sie gebildet. Stattdessen werden die in der Barvergütung enthaltenen Zuschüsse zur Altersvorsorge (Pro Person jeweils EUR 40.000 in 2012, 2011 und 2010) durch die Vorstandsmitglieder jeweils in einen Versicherungsvertrag mit Unterstützungskassenzusage (oder vergleichbares Modell) eingezahlt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012 belief sich insgesamt auf EUR 292.500 (2011: 1.126.500; 2010: EUR 801.000). Die auf die Geschäftsjahre 2010 bis 2012 entfallende Aufsichtsratsvergütung beträgt im Einzelnen:

Aufsichtsratsmitglied Jahr Fest Variabel Sitzungsgeld Gesamt
    EUR EUR EUR EUR

Kim Schindelhauer1)2)3)4)

(Aufsichtsratsvorsitzender)

2012 75.000 0 18.000 93.000
2011 75.000 257.333 16.000 348.333
2010 54.000 216.000 7.500 277.500

Dr. Holger Jürgensen1)2)4)
(stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

(bis 30. Januar 2013)

 

 2012 37.500 0 16.000 53.500
2011 37.500 128.667 16.000 182.167
2010 27.000 108.000 9.000 144.000
Prof. Dr. Wolfgang Blättchen1)
(Vorsitzender des Prüfungsausschusses)
 2012 25.000 0 24.000 49.000
2011 25.000 85.778 24.000 134.778
2010 18.000 72.000 13.500 103.500
Prof. Dr. Petra Denk2)3)
(Vorsitzende des Technologieausschusses)

(seit 19. Mai 2011)

 2012 25.000 0 26.000 51.000
2011 15.548 53.347 23.322 92.217
2010 0 0 0 0

Karl-Hermann Kuklies

(bis 30. Januar 2013)

 

 2012 25.000 0 0 25.000
2011 25.000 85.778 0 110.778
2010 18.000 72.000 0 90.000
Prof. Dr. Rüdiger von Rosen3)  2012 25.000 0 6.000 31.000
2011 25.000 85.778 0 110.778
2010 18.000 72.000 0 90.000
Joachim Simmroß1)
(bis 19. Mai 2011)
 2012 0 0 0 0
2011 9.452 32.431 4.000 45.883
2010 18.000 72.000 6.000 96.000
Gesamt  2012 212.500 0 90.000 302.500
  2011 212.500 729.112 83.322 1.024.934
  2010 153.000 612.000 36.000 801.000

1) Mitglied des Prüfungsausschusses
2) Mitglied des Technologieausschusses
3) Mitglied des Nominierungsausschusses
4) Ehemaliges AIXTRON Vorstandsmitglied

Wie auch in den Vorjahren gab es im vergangenen Geschäftsjahr keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen von Aufsichtsratsmitgliedern.

Die AIXTRON SE übt einen beherrschenden Einfluss auf folgende Tochtergesellschaften aus:

  Land

Anteile am Kapital in %

    2012 2011

AIXTRON Inc., Sunnyvale

USA 100 100

AIXTRON Ltd., Cambridge

England & Wales 100 100

AIXTRON Korea Co. Ltd., Seoul

Südkorea 100 100

AIXTRON Taiwan Co. Ltd., Hsinchu

Taiwan 100 100
AIXTRON AB, Lund Schweden 100 100
AIXTRON KK, Tokio Japan 100 100

AIXTRON China Ltd., Shanghai

P.R. China 100 100

Nanoinstruments Ltd.

England & Wales 100 100

Genus Treuhandvermögen *

USA n.a. n.a.

*Die Anteile am Genus Treuhandvermögen werden der AIXTRON SE als wirtschaftliches Eigentum zugerechnet, da aufgrund des bestehenden Treuhandverhältnisses mit der AIXTRON SE ein beherrschender Einfluss besteht (siehe Anmerkung 21).

Es liegen keine Erkenntnisse über wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor, die
zu einer anderen Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen würden.

Das im Konzernabschluss als Aufwand erfasste Abschlussprüferhonorar für die weltweit beauftragten Gesellschaften des Deloitte & Touche-Netzwerks beträgt:

in Tausend EUR
2012 2011

für die Abschlussprüfung

728 748

für sonstige Bestätigungsleistungen

36 70

für Steuerberatungsleistungen

226 157

für sonstige Leistungen

0 7
  990 982

Davon entfallen auf den Konzernabschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, TEUR 443 für die Abschlussprüfung (2011: TEUR 462), TEUR 36 für sonstige Bestätigungsleistungen (2011: TEUR 70), TEUR 89 für Steuerberatungsleistungen (2011: TEUR 91) und TEUR 0 für sonstige Leistungen (2011: TEUR 0).

Im Berichtsjahr waren im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich beschäftigt:

Mitarbeiter nach Funktionsbereichen

Jahresdurchschnitt

2012 2011

Vertrieb und Service

90 73

Forschung und Entwicklung

337 279

Produktion

440 401

Verwaltung

113 109

Arbeitnehmer (§ 314 HGB)

980 862

Vorstände

3 3

Auszubildende

15 13

Summe Mitarbeiter

998 878

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG im Jahr 2012 abgegeben und auf der Website der Gesellschaft www.AIXTRON.de dauerhaft zugänglich gemacht.

Dem Aufsichtsrat gehörten zum 31. Dezember 2012 die folgenden sechs Mitglieder an:

  • Herr Dipl.-Kfm. Kim Schindelhauer
    Aachen / Kaufmann / Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 2002
  • Herr Dr. Holger Jürgensen
    Aachen, Physiker / stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis zum 30. Januar 2013
  • Herr Prof. Dr. Wolfgang Blättchen
    Leonberg / Unternehmensberater / Geschäftsführer der Blättchen Financial Advisory GmbH, Leonberg / Mitglied des Aufsichtsrats seit 1998
    • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
      • Pfisterer Holding AG, Winterbach – Aufsichtsratsvorsitzender
      • HAUBROK AG, Düsseldorf – stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
      • APCOA Parking AG, Leinfelden-Echterdingen – Aufsichtsratsmitglied
      • FAS AG, Stuttgart – Aufsichtsratsmitglied
    • Herr Karl-Hermann Kuklies
      Duisburg / Kaufmann / Mitglied des Aufsichtsrats bis zum 30. Januar 2013
    • Herr Prof. Dr. Rüdiger von Rosen
      Frankfurt/Main / Kaufmann / Deutsches Aktieninstitut e.V., Frankfurt/Main / Geschäftsführendes Vorstandsmitglied bis zum 30. Juni 2012 / Mitglied des Aufsichtsrats seit 2002
      • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
        • PriceWaterhouseCoopers AG, Frankfurt/Main – Aufsichtsratsmitglied
        • ICF Kursmakler AG, Frankfurt/Main – stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
    • Frau Prof. Dr. PETRA DENK
      Unterschleißheim / Professur für Betriebs- und Energiewirtschaft / Leiterin des Instituts für systemische Energieberatung / Hochschule Landshut / Mitglied des Aufsichtsrats seit 2011

    Die Gesellschaft hat folgende Vorstandsmitglieder:

    • Paul Hyland
      Aachen, Kaufmann, Vorstandssprecher (Vorsitzender) bis zum 28. Februar 2013
    • Dr. Bernd Schulte
      Aachen, Physiker, Vorstandsmitglied seit 2002
    • Dipl.-Kfm. Wolfgang Breme
      Aachen, Kaufmann, Finanzvorstand seit 2005
      • Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien:
        • Deutsches Aktieninstitut e.V., Frankfurt/Main - Vorstandsmitglied

Wesentliche Rechnungslegungsgrundlagen und Schlüsselquellen von Schätzungen und Unsicherheiten

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses ist es erforderlich, dass durch das Management Schätzungen vorgenommen sowie Annahmen getroffen werden, wodurch die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangsangaben beeinflusst werden. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln. Schätzungen und Annahmen des Vorstands im Rahmen der Anwendung der IFRS haben bedeutenden Einfluss auf die nachfolgend beschriebenen Rechnungslegungssachverhalte, die einen wesentlichen Effekt auf den Konzernabschluss haben.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzrealisierung für Anlagenlieferungen erfolgt im Allgemeinen in zwei Schritten. Ein Teil des Umsatzes wird dabei mit Lieferung der Anlage, der andere Teil nach der Installation und Kundenabnahme vor Ort realisiert (siehe Anmerkung 2(N)). Auf der Grundlage von Erfahrungswerten geht das Unternehmen davon aus, dass diese Methode geeignet ist, die Umsatzerlöse ordnungsgemäß darzustellen. Die durch den Vorstand getroffenen Annahmen beinhalten eine Bewertung ab dem Zeitpunkt, an dem im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Kunden übergegangen sind.

Bewertung von Vorräten

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Diese Bewertung erfordert die Vornahme von Annahmen bezüglich veralteter Materialien. Dabei sind Schätzungen bezüglich der prognostizierten Produktnachfrage sowie der Preisentwicklung vorzunehmen, welche wesentlichen Änderungen unterliegen. Der Buchwert der Vorräte ist in Anmerkung 16 dargestellt.

Wie in Anmerkung 3 erläutert, entstanden dem Unternehmen in den Jahren 2012 und 2011 Aufwendungen in Höhe von TEUR 40.947 und TEUR 41.602, sowie ein Ertrag im Jahr 2010 von TEUR 5.880. Die Aufwendungen und Erträge resultieren hauptsächlich aus Änderungen früherer Annahmen bezüglich überschüssiger und veralteter Vorräte.

In zukünftigen Perioden könnten Wertminderungen aufgrund unterschiedlicher Faktoren notwendig sein. Darunter fallen beispielsweise eine rückläufige Produktnachfrage, technologische Überalterung zurückzuführen auf neue Produkte und technologischen Fortschritt oder Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld, die Einfluss auf die Marktpreise der Produkte des Unternehmens haben könnten. Diese Einflussfaktoren können in zukünftigen Perioden zu einer Anpassung der Bewertung der Vorräte führen und einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens haben.

Ertragsteuern

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt das Unternehmen, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management eine Schätzung der künftig zur Verfügung stehenden zu versteuernden Einkommen. Die ausgewiesenen latenten Steuerforderungen könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile zeitlich oder bezüglich des Umfangs beschränken. Der Buchwert der latenten Steuerforderungen ist in Anmerkung 14 dargestellt.

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